VIATIM Fertigspritzen

Art.Nr.:
12892707
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1 St Fertigspritzen
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kohlpharma GmbH
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Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Das Arzneimittel ist eine Impfstoffkombination und wird zur Vorbeugung gegen Hepatitis-A und Typhus gegeben. Er enthält inaktivierte Hepatitis-A-Viren und veränderte Typhus-Bakterien ohne krankmachende Eigenschaften. Nach Einnahme des Impfstoffes bildet der Körper einen Schutz gegen Hepatitis-A-Viren und lebende Typhus-Bakterien aus (sog. Antikörper). Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und muss aufgefrischt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Formaldehyd (E-Nummer E 239)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Neomycin!
- Aspartam/Phenylalanin kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Glucose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 16 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Durchfälle
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:
 - Hautrötung
 - Wassereinlagerungen (Ödeme)
 - Schmerzen am Applikationsort
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Juckreiz
 - Hautausschlag
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Fieber
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Unwohlsein
- Abgeschlagenheit

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Hepatitis A, zur Vorbeugung
- Typhus, zur Vorbeugung


Was ist das? - Definition
Unter einer chronischen Leberentzündung durch Viren versteht man eine Infektion mit Hepatitis-Viren der Gruppen B, C oder D, die nach sechs Monaten noch nicht ausgeheilt ist.
Die Leber ist ein Organ, das im rechten Oberbauch unter dem Zwerchfell liegt. Sie hat entscheidende Bedeutung als Entgiftungsorgan und bei der Produktion zahlreicher wichtiger Stoffe wie Galle, Harnstoff und Eiweiße. Daneben ist die Leber bei der Entfernung von Erregern und bei Immunreaktionen beteiligt.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Chronisch virale Hepatitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Sie betreiben keinen eigenen Stoffwechsel und können sich nur in Zellen vermehren. Dort kann das menschliche Immunsystem sie aufspüren. Doch gelingt die Zerstörung der Viren nur um den Preis der Zerstörung der befallenen Zellen. Bei akuten Virusinfektionen schafft es das Immunsystem, die Viren sehr schnell zu zerstören. So heilt eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus oft recht schnell aus und es besteht dann lebenslange Immunität.
Manchmal kommt das Immunsystem der großen Masse der Viren aber nicht hinterher; es kommt zur chronischen Infektion. Dabei werden zwar vom Immunsystem ständig Leberzellen und damit Viren zerstört, aus verschiedenen Gründen erreicht das Immunsystem aber nicht alle Viren. Gefährlich daran ist, dass sich trotz der Arbeit der Immunzellen und scheinbarer Besserung der Beschwerden immer noch Viren vermehren und ins Blut des Betroffenen gelangen. So können sich auch andere Menschen mit den Viren infizieren. Bei der chronisch viralen Hepatitis geht die Zerstörung der Leberzellen weiter trotz scheinbarer vorübergehender Besserung des Befindens. Der Zellschutt wird durch minderwertiges Narbengewebe ersetzt (Fibrose und Zirrhose).

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Anfangs machen Leberentzündungen oft gar keine Symptome. Müdigkeit oder Leistungsminderung können erste Anzeichen der Leberentzündung sein, oft auch Beschwerden im Bereich der Leber. Später ist schon leichter Druck auf die Leber schmerzhaft. Auch Appetitlosigkeit kann Zeichen einer beginnenden Entzündung der Leber sein.
Bei fortgeschrittener Entzündung mit beginnendem Umbau der Leber zeigen sich:
 - dunkler Urin
 - Gelbsucht (Ikterus); sie wird als erstes als Gelbfärbung der sonst weißen Lederhaut des Auges sichtbar
 - Glatte, rote Zunge und Lippen
 - Auffällige Rötung von Hand- und Fußinnenflächen
 - Kleine, "spinnenförmige" Rötungen der Haut von Gesicht und vor allem Oberkörper und Bauch
 - Verweiblichung, z.B. Brustwachstum und Verlust von Körperbehaarung

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Jede Entzündung der Leber schadet dem Organ. Dadurch kann es, je nach auslösendem Faktor, unterschiedlich schnell zu Leberverfettung und Leberzirrhose oder zum Absterben von Lebergewebe kommen. Das kann Folgen haben: Bei 80 Prozent der Patienten mit Leberkrebs entwickelt sich die Krebserkrankung aus einer Leberzirrhose. Bei chronischer Hepatitis kann es auch zu anderen Erkrankungen, vor allem aus dem rheumatischen Formenkreis, kommen. Betroffen sind oft Gefäße, Niere und Schilddrüse.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Da Symptome dieser Lebererkrankung auf viele verschiedene Erkrankungen hinweisen können, lässt sich auf Grund einzelner Symtome noch keine Diagnose stellen. Neben der viralen Entstehungsursache der Leberentzündung können auch:
 - Übergewicht (Fettleberhepatitis)
 - Entzündung durch Alkohol, Medikamente oder Chemikalien
 - Blutrückstau in die Leber bei Rechtsherzschwäche
 - Gallestau (Cholestase)
 - Autoimmunreaktionen, bei denen das Immunssystem körpereigenes Gewebe angreift
 - Stoffwechselkrankheiten, zum Beispiel die Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose
die oben genannten Symptome auslösen.

Verhaltenstipps
 - Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung sollten Sie alle Dinge meiden, die der Leber schaden könnten, insbesondere Alkohol und Medikamente, sofern sie nicht vom Arzt verschrieben wurden.
 - Bei einem entzündlichen Schub helfen körperliche Schonung und Bettruhe.
 - Auf Grund der hohen Infektiosität sollten Sie keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren, wenn Sie an einer viralen Hepatitis erkrankt sind. Auch Blut spenden dürfen Sie nicht. Beim Arztbesuch müssen Sie Arzt oder Krankenschwester darauf aufmerksam machen, dass Sie sich mit dem Hepatitis-Virus infiziert haben. Der Behandelnde kann dann Maßnahmen treffen, um sich selbst und andere vor einer Infektion zu schützen.
 - Vor der Infektion mit Hepatitis-Viren der Gruppen A und B kann man sich schützen. Seit Jahren sind sehr sichere Einzelimpfstoffe sowie ein Kombinationsimpfstoff verfügbar. Die Impfung ist vor allem für Risikogruppen angezeigt. Gegen das Hepatitis D-Virus ist eine Impfung nicht notwendig, weil es nur zusammen mit Hepatitis B auftritt.
Auch nach einem Kontakt mit dem B-Virus, etwa nach einer Verletzung an einer Nadel oder Kontakt mit fremdem Blut, ist eine Impfung noch möglich und sinnvoll.
Vor der Infektion mit Hepatitis C kann man sich leider - außer durch eigenes Verhalten - nicht schützen. Auf Grund der Wandlungsfähigkeit des Virus konnte bislang kein Impfstoff entwickelt werden. Sinnvoll ist aber die Impfung gegen Hepatitis A, weil diese Erkrankung bei gleichzeitiger Hepatitis C-Infektion besonders schwer verlaufen kann.

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Unter Hepatitis A versteht man eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis A-Virus hervorgerufen wird.
Die Leber ist ein Organ, das im rechten Oberbauch unter dem Zwerchfell liegt. Die Leber hat entscheidende Bedeutung als Entgiftungsorgan und bei der Produktion zahlreicher wichtiger Stoffe wie Galle, Harnstoff und Eiweiße. Daneben ist die Leber bei der Entfernung von Erregern und anderen Immunreaktionen beteiligt.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
 - Hepatitis A-Viren verbreiten sich über mit Fäkalien verschmutzte Lebensmittel (fäkal-oral). Die meisten Menschen, die an Hepatitis A erkranken, stecken sich durch verunreinigte Lebensmittel, vor allem Trinkwasser, an. In Entwicklungsländern erkranken meist Kleinkinder. In Deutschland werden im Jahr circa 25.000 Hepatitis A-Erkrankungen gezählt, die Dunkelziffer ist hoch. Viele Erkrankte erwerben die Infektion auf einer Auslandreise in Länder mit geringen Hygienestandards.
 - Aufgrund des fäkal-oralen Infektionsweges ist Personal in Kindergärten, Kinderkliniken oder der Abwasserbeseitigung besonders gefährdet.
 - Auch Drogenabhängige und Homosexuelle haben ein erhöhtes Risiko, an Hepatitis A zu erkranken.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Von der Infektion mit dem Virus bis zum Auftreten der ersten Symptome können zwei bis sechs Wochen vergehen. Die beginnende Leberentzündung ist gekennzeichnet durch:
 - allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, erhöhte Körpertemperatur
 - Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, manchmal Durchfall
 - Gelenkschmerzen
 - Druckschmerz im rechten Oberbauch
In einer zweiten Krankheitsphase kann es zu Gelbfärbung der Haut und der Augen, Dunkelfärbung des Urins mit gleichzeitiger Entfärbung des Stuhls sowie Juckreiz am ganzen Körper kommen (ikterischer Verlauf, Gelbsucht). Diese Phase dauert etwa vier Wochen. Die Infektion mit dem Hepatitis A-Virus verläuft im Vergleich mit anderen Hepatitisviren am wenigsten schwer. Gerade die Gelbsucht als wichtiges Symptom kann bei der Hepatitis A auch fehlen. Bei Kindern bleiben die meisten Hepatitis-Infektionen sogar unbemerkt.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine Hepatitis A-Infektion heilt in nahezu allen Fällen von alleine aus. Die Infektion führt zu lebenslanger Immunität, das heißt, man kann nicht erneut an Hepatitis A erkranken.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Sehr oft finden sich ähnliche Symptome bei Infektionen mit anderen Viren, Bakterien oder Parasiten. Vor allem nach Auslandsreisen ist an solche Erreger zu denken. Auch ein akuter Schub einer chronischen Hepatitis kann sich so äußern. Symptome einer Lebererkrankung können für viele verschiedene Erkrankungen sprechen. Auf Grund einzelner Symtome lässt sich noch keine Diagnose stellen. Erst in der Zusammenschau mit klinischen Untersuchungen lässt sich eine Diagnose sichern oder ausschließen. In jedem Fall sollten sie einen Arzt um Rat fragen, wenn Sie unter den oben angegebenen Symptomen leiden.


Verhaltenstipps
 - Die beste Prophylaxe der Hepatitis A-Erkrankung ist strenge Hygiene. Vor allem nach dem Toilettenbesuch ist Händewaschen die wichtigste Maßnahme, um diese oder andere ansteckende Krankheiten zu vermeiden.
 - Charakteristisch für die Infektion mit Hepatitis A ist, dass vor dem Auftreten der Symptome die Ausscheidung von Viren im Stuhl besonders hoch ist. Mit den beginnenden Symptomen sinkt dann die Ausscheidung. Dennoch ist bei Verdacht auf Hepatitis A peinlich genau auf Hygiene zu achten, um die Ansteckung anderer Menschen zu verhindern.
 - Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung sollten Sie alle Dinge weglassen, die der Leber schaden könnten, insbesondere Alkohol und Medikamente, sofern sie nicht vom Arzt verschrieben wurden.
 - Aufgrund der Ansteckungsgefahr sollten Sie keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren, wenn Sie an einer viralen Hepatitis erkrankt sind. Auch Blut spenden dürfen Sie nicht. Beim Arztbesuch müssen Sie Arzt oder Krankenschwester darauf aufmerksam machen, dass Sie sich mit dem Hepatitis-Virus infiziert haben. Der Behandler kann dann Maßnahmen treffen, um sich selbst und andere vor einer Infektion zu schützen.
 - Für Hepatitis A ist ein Impfstoff verfügbar. Gleichzeitig mit Hepatitis A kann man sich mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis B impfen lassen.

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Typhus ist eine Infektionskrankheit, ausgelöst durch ein spezielles Salmonellen-Bakterium (Salmonella typhi) oder andere Salmonellen (Paratyphus). Jährlich erkranken mehr als 30 Millionen Menschen an Typhus, vornehmlich in Entwicklungsländern. In den westlichen Industrienationen wird die Krankheit von Reisen aus tropischen oder subtropischen Ländern mitgebracht. Bei Paratyphus verläuft die Erkrankung weniger schwer.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Typhus abdominalis
 - Bauchtyphus
 - Paratyphus

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Typhus wird von Mensch zu Mensch übertragen, sehr häufig ist die direkte Infektion durch Hautkontakt, zum Beispiel über einen Händedruck bei gleichzeitig mangelhafter Hygiene. Durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel kann es ebenfalls zu einer Infektion kommen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Typhus macht sich im Gegensatz zu anderen Infektionen mit Salmonellenbakterien anfangs nicht durch Durchfall bemerkbar, sondern eher durch Verstopfung. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es zwischen einer bis drei Wochen. Erst danach kommt es zu erbsbreiartigem Durchfall. Langsam steigendes Fieber, das dann mehrere Tage dauert, gehört zu den klassischen Symptomen der Typhus-Erkrankung. Symptome wie Husten und Kopfschmerzen, die an eine Grippe denken lassen, können die Erkrankung verschleiern. Auffällig sind jedoch so genannte Roseolen, kleinfleckige Hautrötungen auf der Bauchhaut oder am Oberschenkel.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Typhus-Erreger werden sofort nach dem Eindringen in den Körper im Darm von speziellen Immunzellen, den Makrophagen, "aufgefressen". Dabei werden sie aber nicht abgetötet, sondern können sich in diesen sogar vermehren. In dieser Phase, die in der Regel symptomfrei verläuft, wandern die Bakterien vom Darm über die Blutbahn in andere Organe ein. Dort vermehren sie sich weiter, gelangen dann erneut in die Blutbahn, was dann zu langsam ansteigendem, dann kontinuierlichem Fieber und schweren Symptomen bis zu Bewusstseinsstörungen führt. Jetzt zeigen sich die Rötungen an Bauch- und Oberschenkelhaut. Danach erholen sich Typhus-Patienten langsam, das Fieber fällt ab. In dieser Genesungsphase kann es jedoch noch zu schweren Komplikationen wie Blutvergiftung (Sepsis), Darmblutung, Entzündungen von Bauchfell, Hirnhaut oder Herz sowie zu Thrombosen kommen. Diese Komplikationen können zu einem Herz-Kreislaufversagen führen. Nach der Genesung scheiden wenige Patienten über die Gallenflüssigkeit noch Typhus-Erreger aus. Dadurch kann es auch zu Gallensteinen kommen, die endoskopische Eingriffe oder eine Entfernung der Gallenblase erforderlich machen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Durchfall gehört als Symptom zu einer Reihe von Erkrankungen. So können nach Reisen Malaria und andere Tropenkrankheiten oder Tuberkulose zu ähnlichen Symptomen führen. Auch andere Darminfektionen oder eine entzündliche Darmerkrankung sind denkbar.

Verhaltenstipps
 - Bei frühzeitiger Behandlung von Typhus kann die Erkrankung weniger schwer und komplikationslos verlaufen. Wichtig ist daher die sofortige Behandlung durch einen Arzt.
 - Typhus lässt sich durch Hygienemaßnahmen verhindern. Da die Erreger vor allem über verunreinigtes Trinkwasser verbreitet werden, sollte bei Reisen nur sauberes oder abgekochtes Wasser getrunken werden.
 - Eine Impfung kann die Infektion nicht vermeiden, aber den Krankheitsverlauf mildern. Die Wirkung des Impfstoffes ist auf drei Jahre begrenzt.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Grundimmunisierung: Auffrischimpfung:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene1 Fertigspritze1 Fertigspritzeunabhängig von der Tageszeit
Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene1 Fertigspritze1 Fertigspritzeunabhängig von der Tageszeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.

Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel wird einmalig angewendet. Eine Auffrischimpfung wird innerhalb von 36 Monaten, vorzugsweise 6. bis 12. Monate nach der Grundimmunisierung empfohlen. Bei Erregerkontakt sollte alle 3 Jahre eine Auffrischimpfung vorgenommen werden.

Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 ml Lösung = 1 Spritze.

Wirkstoffstoff 160 Einheitennull Hepatitis-A-Adsorbat-Impfstoff (HDC); Stamm GBM
Wirkstoffstoff 0,025 mg Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (Salmonella typhi)
Hilfstoff + Aluminiumhydroxid zur Adsorption, wasserhaltiges
entspricht 0,3 mg Aluminium-Ion
Hilfstoff + 
Hilfstoff + Formaldehyd
Hilfstoff + Medium 199 Hanks (ohne Phenolrot)
entspricht + Aminosäuren
entspricht + Phenylalanin
entspricht + Mineralstoffe
entspricht + Vitamine
entspricht + Glucose
entspricht + Wasser für Injektionszwecke
entspricht + Natronlauge zur pH-Wert-Einstellung
entspricht + Salzsäure zur pH-Wert-Einstellung
Hilfstoff + Polysorbat 80
Hilfstoff + Natriumchlorid
Hilfstoff + Dinatriumhydrogenphosphat-2-Wasser
Hilfstoff + Natriumdihydrogenphosphat-2-Wasser
Hilfstoff + Wasser für Injektionszwecke
Hilfstoff + Neomycin
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Sie können diese Einwilligung jederzeit per E-Mail oder telefonisch widerrufen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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**gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.

*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist.