NEISVAC-C Injektionssuspension i.e.Fertigspritze

Art.Nr.:
12672986
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10X0.5 ml Injektionssuspension
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European Pharma B.V.
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Das Arzneimittel ist ein Impfstoff und wird zur Vorbeugung gegen Erkrankungen gegeben, die von bestimmten Bakterien, den Meningokokken, ausgelöst werden. Er enthält Teile diese Bakterien, ohne ihre krankmachenden Eigenschaften. Nach Gabe des Impfstoffes bildet der Körper körpereigene Schutzstoffe (sog. Antikörper) gegen Meningokokken. Nach einigen Jahren geht dieser Schutz wieder verloren und die Impfung muss aufgefrischt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Infektionen
- Fieber
- Erhöhte Blutungsneigung
- Thrombozytopenie (Verminderte Anzahl an Blutplättchen)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge in den ersten 2 Lebensmonaten: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Schlafstörungen
- Reizbarkeit, bei Kindern z.B. Schreien, Weinen und Unruhe, bei Kindern z.B. Schreien, Weinen und Unruhe
- Appetitlosigkeit
- Lokale Reizerscheinungen am Applikationsort, wie:, wie:
 - Hautrötung
 - Wassereinlagerungen (Ödeme)
 - Schmerzen am Applikationsort
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Hirnhautentzündung (Meningitis), zur Vorbeugung, (ausgelöst durch Meningokokken)


Was ist das? - Definition
Die Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) ist eine gefürchtete Infektionserkrankung. Sie wird von verschiedenen Erregern verursacht, darunter spezielle Bakterien, sogenannte Meningokokken.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Hirnhautentzündung

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die zunächst die Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raums besiedeln. Dort sind sie fest an die Schleimhaut gebunden und können mehrere Monate unbehelligt bleiben. Durch spezielle Mechanismen entziehen sie sich der Bekämpfung durch die Immunabwehr. Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland tragen den Keim mit sich.
Eine Rachenentzündung kann erstes Symptom einer Menigokokkenerkrankung sein. Aber nicht in allen Fällen gelangen die Keime auch ins Blut, wo sie sich weiter vermehren und schließlich in das Hirnwasser (Liquor) übertreten und dort eine Entzündungsreaktion auslösen.
Vor allem nach dem Befall der Hirnhäute und des mit Hirnwasser gefüllten Liquorraums können sie sich schnell und mühelos ausbreiten, weil dort nur wenige Abwehrzellen des Körpers vorhanden sind.
Auch in den übrigen Körperteilen kommt es zu Störungen. Die Erreger verursachen eine Entzündung der Gefäßwände. Entzündungs-Botenstoffe machen zusätzlich die Gefäßwände undicht, so dass Flüssigkeit aus dem Blut entweichen und es zum niedrigen Blutdruck und Schock kommen kann.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Neben der Racheninfektion als Zeichen einer Besiedelung des Nasen-Rachenraums sind Symptome der Meningitis:
 - Kopfschmerzen
 - Lichtscheu, Überempfindlichkeit des Betroffenen gegen Licht und andere Schmerzreize
 - schmerzhafte Nackensteife, das Kinn kann dabei nicht mehr auf die Brust gelegt werden
 - charakteristisch sind auch stecknadelkopfgroße Blutungen der Haut, oft an den Beinen
 - daneben gehören psychische Auffälligkeit oder Verwirrtheit, Fieber, Übelkeit und Erbrechen zu den Symptomen. Diese können aber fehlen
Manche Patienten erkranken aus völliger Gesundheit plötzlich an lebensbedrohlichen Symptomen wie Blutdruckabfall, Schock und Bewusstlosigkeit.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im Verlauf der Erkrankung kann es zu einer Sepsis kommen. Von Sepsis spricht man bei einer ausufernden Allgemeinreaktion des Körpers im Rahmen einer Infektion. Symptome sind niederer Blutdruck, erhöhter Herzschlag und vermehrte Atmung sowie eine Aktivierung des Immunsystems und Fieber oder Auskühlung des Körpers.
Diese Reaktion kann so ausgeprägt sein, dass es zum massiven Blutdruckabfall und Schock kommt. Dadurch sind weitere Organe gefährdet. Die massivste Ausprägung dieser Meningokokkensepsis wird auch Waterhouse-Friderichsen-Syndrom genannt. Es kommt zum Funktionsverlust mehrerer Organe, Gefäßverschlüssen und dadurch zum Absterben von Geweben und einzelnen Organen. Außerdem kommt es zu gefährlichen Blutungen.
Weitere Komplikationen der Erkrankung sind ein Aufstau von Liquor (Hydrozephalus, Wasserkopf) oder Flüssigkeit im Hirngewebe (Hirnödem), was zur Erhöhung des Drucks innerhalb des Schädels und zu Schäden im Hirngewebe führen kann. Manchmal kapseln sich die Erreger im Hirngewebe in einer neu gebildeten Abszesshöhle ab. Alle diese Komplikationen verursachen Nervenschäden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auch andere Erreger können Meningitis auslösen. Dazu gehören Bakterien wie Pneumokokken, Viren und Erreger der Tuberkulose. Auch das Bakterium Hämophiles influenzae Typ b (Hib), kann eine eitrige Entzündung der Hirnhäute hervorrufen. Gegen diese Erkrankung existiert eine Impfung. Hirntumore, Schlaganfall, Migräneanfälle und Verletzungen des Schädels können teilweise ähnliche Symptome verursachen.

Verhaltenstipps
Gegen die Meningokokken-Serotypen A und C existiert eine Impfung. In anderen Ländern herrschen dagegen der Serotyp A und Serotyp C vor.
Informationen darüber, ob eine Impfung empfehlenswert ist, erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker.


Bearbeitungsstand: 30.04.2012

Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Grundimmunisierung: Auffrischimpfung:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Säuglinge von 2-4 Monaten1 Fertigspritze2 Fertigspritzenunabhängig von der Tageszeit
Säuglinge ab 4 Monaten und Erwachsene1 Fertigspritze1 Fertigspritzeunabhängig von der Tageszeit
Säuglinge von 2-12 Monaten1 Fertigspritze1 Fertigspritzeunabhängig von der Tageszeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal oder unter deren Aufsicht erfolgen.

Dauer der Anwendung?
Grundimmunisierung: Säuglinge von 2-4 Monaten erhalten 2 Impfdosen in einem Abstand von mindestens 2 Monaten zwischen den Impfungen. Bei Säuglingen ab 4 Monaten und Erwachsenen wird das Arzneimittel einmalig angewendet.
Auffrischimpfung: bei Säuglingen nach Abschluss der Grundimmunisierung.

Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Besondere Maßnahmen sind deshalb nicht erforderlich.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 0,5 ml Lösung = 1 Spritze.

Wirkstoffstoff + Meningokokken-C-Polysaccharid-T-Konjugat-Impfstoff, monovalent
entspricht 0,01 mg Meningokokken-C-Polysaccharid (desacetyliert)
entspricht 0,01-0,02 mg Tetanus-Toxoid
Hilfstoff + Aluminiumhydroxid zur Adsorption, wasserhaltiges
entspricht 0,5 mg Aluminium-Ion
Hilfstoff + Natriumchlorid
Hilfstoff + Wasser für Injektionszwecke
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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