HALOPERIDOL-neuraxp. 5 mg Tabletten

HALOPERIDOL-neuraxp. 5 mg Tabletten
Art.Nr.:
00276771
Packungsinhalt:
100 St Tabletten
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
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nein
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Rezeptpflichtiger Artikel


Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff hat eine antipsychotische, sedierende und brechreizhemmende Wirkung. Die Wirkstoffgruppe der Neuroleptika, zu denen Haloperidol gehört, dämpft psychomotorische Erregungszustände und verringert Spannungen, Wahn, Halluzinationen, Denkstörungen und Ich-Störungen.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwerste Bewusstseinsstörung (Koma)
- Depression des Zentralnervensystems
- Parkinsonkrankheit
- Lewy-Körper-Demenz
- Funktionsstörung des Gehirns (Progressive supranukleäre Blickparese)
- Verlängerung der QT-Dauer (Abweichung im EKG)
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen
- Kaliummangel, unbehandelt

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Unruhe
- Schlaflosigkeit
- Bewegungsstörungen
- Psychosen
- Depressionen
- Zittern
- Bluthochdruck
- Schläfrigkeit
- Schwindel
- Sitzunruhe
- Kopfschmerzen
- Sehstörungen
- Krampfhafte Aufwärtsbewegung der Augen
- Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks
- Niedriger Blutdruck
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Vermehrter Speichelfluss
- Erbrechen
- Übelkeit
- Veränderte Leberfunktion
- Hautausschlag
- Harnverhalt
- Erektile Dysfunktion
- Gewichtszunahme
- Gewichtsabnahme
- Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Verwirrtheit
- Krampfanfälle
- Anfälle von Atemnot
- Durchfall
- Appetitverlust
- Sodbrennen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Leberentzündung
- Gelbsucht
- Lichtüberempfindlichkeit der Haut
- Nesselsucht
- Juckreiz
- Übermäßige Schweißproduktion
- Allergische Hautreaktionen
- Wassereinlagerungen
- Regulationsstörungen der Körpertemperatur

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
Kinder und Jugendliche:
- Tic-Erkrankungen
- Aggression bei Autismus
- Schizophrenie
Tic-Erkrankungen: Das Arzneimittel kann gegeben werden, wenn alle anderen therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Erwachsene:
- Tic-Erkrankungen
- Erbliche Nervenerkrankung (Chorea Huntington)
- Aggression bei mäßig bis schwerer Alzheimer-Demenz und bei Demenz infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn
- Akute manische Störungen
- Akute Erregungszustände
- Akutes Delir
- Schizophrenie
- Schizoaffektive Störung


Was ist das? - Definition
Das Tourette-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, die durch das Auftreten von so genannten Tics gekennzeichnet ist. Tics sind plötzliche, schnelle, sich wiederholende, stereotype Bewegungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Gilles-de-la-Tourette-Syndrom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursache der Tourette-Störung ist bislang nicht geklärt worden. Forscher gehen von einer Überfunktion der Nervenzellen aus, die bei der Parkinsonkrankheit eine Unterfunktion zeigen. Daneben sind vermutlich aber mehrere weitere Regelkreise im Gehirn betroffen.
60 Prozent der Betroffenen haben ein Familienmitglied mit Tourette-Syndrom. Vermutlich ist die Erkrankung vererbbar. Dabei sind Frauen weniger häufig betroffen als Männer, leiden aber häufiger an psychiatrischen Begleiterkrankungen.
Neuere Hinweise deuten darauf hin, dass die Tourette-Störung möglicherweise durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst werden könnte.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Betroffenen erleben einen Zwang, so genannte Tics auszuführen, die sie unter Aufbau einer inneren Spannung vorübergehend unterdrücken können. Zum Beispiel Missempfindungen in der betroffenen Körperregion führen dann doch zum Ausführen der Bewegung.
Tics können unscheinbar (einfach) sein oder komplexe Bewegungsmuster integrieren. Beispiele sind:
 - Augenrollen, Zwinkern, Schulterzucken, etc.
 - Laute ohne Bedeutung: Schmatzen, Pfeifen, Rülpsen, etc.
 - Wiederholen von gehörten Lauten oder Worten
 - Ausschreien vulgärer Sprache: Schimpfwörter, Obszönitäten
 - koordinierte Bewegungen wie ständiges Auf- und Absetzten der Brille oder durch das Haar fahren
 - Zwang, Dinge oder andere Menschen zu berühren
 - selbstgefährdende Handlungen wie Herumspringen oder Kopf gegen die Wand stoßen.
Zur Diagnose der Tourette-Störung müssen vorliegen:
 - Mehrere Tics im Verlauf der Erkrankung.
 - Tägliches und mehrmaliges Auftreten von Tics über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr.
 - Regelmäßiger Wechsel in der Anzahl, der Frequenz, der Art und dem Ort der Tics mit wechselnden Symptomen.
 - Auftreten vor dem 21. Lebensjahr.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Erkrankung beginnt meist im Kindesalter zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr. Oft werden die anfänglichen Tics als Nervosität fehlinterpretiert.
Einige Patienten weisen aber zusätzliche Symptome wie eine Zwangsstörung oder als Kinder eine Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung auf. Durch die Erkrankung kann es zu Ausgrenzung kommen, die dann durch Ängstlichkeit, Depression oder Gefühlsausbrüche beantwortet werden.
Um das zwanzigste Lebensjahr verschwinden die Symptome der Tourette-Störung oft von selbst oder werden deutlich weniger.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Dystonien und Myokloni sind Bewegungen oder Krämpfe in der Muskulatur. Sie lassen sich im Gegensatz zu Tics nicht willkürlich hinauszögern.
Bei psychischen oder psychiatrischen Erkrankungen können ebenfalls ähnliche Symptome auftreten.


Verhaltenstipps
Die meisten Menschen mit Tics oder einer Tourette-Störung sind relativ wenig beeinträchtigt und benötigen keine medikamentöse Behandlung. Wichtig ist es, Eltern und Lehrer über das Wesen und die Ursachen der Störung aufzuklären.
Es gibt Faktoren, die die Tics verstärken können wie:
 - Anstrengung oder Aufregung
 - Sport und Hitze
 - Müdigkeit
 - Koffeingenuss
 - bestimmten Medikamente.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Autistische Störungen sind tief greifende Hirnentwicklungsstörungen, die zu auffälliger Interaktion mit der Umwelt führen. Sie betreffen zwischenmenschliche Beziehungen, die Sprache, Verhaltensweisen, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz. Die Erkrankung beginnt im Kindesalter.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Kanner-Syndrom
 - Asperger-Syndrom
 - Rett-Syndrom
 - desintegrative Störung des Kindesalters

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Autismus tritt familiär gehäuft auf, deshalb wird heute eine genetische Ursache angenommen. Aber auch soziale und psychologische Faktoren sollen eine Rolle spielen.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Autisten werden meist als Sonderlinge wahrgenommen, die auf zwischenmenschlichen Kontakt keinen Wert legen und sich vor allem mit sich selbst oder sehr speziellen Problemen beschäftigen, die anderen Menschen oft völlig unzugänglich sind.
Frühkindlicher Autismus beginnt meist im Kleinkindalter (bis zu drei Jahren). Hinweise darauf können sein:
 - Schlafprobleme
 - Probleme bei der Nahrungsaufnahme
 - Ablehnung von Körperkontakt und
 - ritualisiertes und gleichförmiges Spiel oder mangelndes Interesse dafür.
 - Die Entwicklung der Sprache ist verzögert.
 - Es kommt zu verzögerter geistiger Entwicklung oder Behinderung.
 - Bei einem Viertel der Betroffenen treten bis ins Erwachsenenalter Krampfanfälle auf.
Das Asperger-Syndrom zeigt erste Symptome ab einem Alter von drei Jahren.
Typisch ist die Entwicklung hoch spezialisierter Interessen, die die Betroffenen als extreme Sonderlinge erscheinen lassen, z.B. stures Auswendiglernen langer Zahlenreihen.
In diesem Alter zeigen sich zusätzliche Symptome:
 - ausgeprägte Ungeschicklichkeit
 - motorische Unruhe
 - Empfindlichkeit gegen Veränderung
 - Aggressivität.
Beim Rett-Syndrom und der desintegrativen Störung des Kindesalters kommt es in den ersten Lebensjahren nach anfangs unauffälliger Entwicklung zum Verlust bereits erworbener Fähigkeiten.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Prognose der Erkrankung ist schwer zu beurteilen. Oft kommt es im Jugendalter zu einer Besserung der Symptome, die eine gewisse Integration in soziale Strukturen ermöglichen.
Durch die Entwicklungsstörung des Gehirns liegen bei Autisten häufig auch unterdurchschnittliche Intelligenz, Krampfleiden (Epilepsie), psychische Störungen oder weitere erbliche Erkrankungen vor.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Diagnostik und Differenzierung der einzelnen autistischen Krankheitsbilder ist schwierig. Die Auswertung spezieller Fragebögen zusammen mit den klinischen Symptomen führt zur Diagnose.
Dem Autismus ähnliche Symptome können durch eine Intelligenzschwäche, andere Entwicklungsstörungen, Hör- oder Sprachstörungen und psychiatrische Erkrankungen (Psychosen, Depression, Angststörung) verursacht werden.

Verhaltenstipps
Zur Behandlung autistischer Störungen wird meist eine intensive Verhaltenstherapie über Monate und Jahre durchgeführt.
Inhalte einer solchen Verhaltenstherapie sind unter anderem:
 - Anregung von Lernprozessen zur eigenen Lebensperspektive
 - Aufbau einer Beziehung und Gespür für Vertrauen
 - Bewältigung von Alltagsproblemen
 - Nutzung der Spezialinteressen für die berufliche Ausbildung.
Ergänzend und unterstützend können Medikamente verabreicht werden.

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - Dilling, Klinisch-diagnostische Leitlinien, Huber, (2008), Aufl. 6

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Endogene Psychose mit Störung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die genaue Erkrankungsursache ist nicht bekannt. Man vermutet ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. So können genetische Einflüsse eine Rolle spielen, aber auch psychosoziale Ursachen. Beispielsweise kann es zu schizophrenen Schüben kommen, wenn zuviel Stress auf einen verletzlichen Menschen einwirkt. Auch Störungen der Überträgerstoffe im Gehirn werden als Ursache diskutiert.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Schizophrenie ist die häufigste Psychose. Mindestens ein Prozent der Bevölkerung erleidet einmal im Leben einen schizophrenen Schub. Das Haupterkrankungsalter liegt meist zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr.
Man teilt die Symptome einer Schizophrenie in Positivsymptome und Negativsymptome ein.
Als Positivsymptome bezeichnet man Übersteigerungen des normalen Erlebens. Typisch sind inhaltliche Denkstörungen, wie Halluzinationen und der Wahn. Ebenso zählen die Ich-Störungen zu dieser Symptomengruppe.
Negativsymptome dagegen sind Einschränkungen des normalen Erlebens. Typisch ist eine unterschiedlich stark ausgeprägte Affektverflachung. Ähnlich wie bei einer schweren Depression kommt es zu Antriebslosigkeit, persönlichem Rückzug und einer Verarmung des emotionalen Mitfühlens oder Ausdrucksfähigkeit. Freude oder Trauer können weder empfunden, noch mitgeteilt werden.
Das Denken ist verlangsamt, zusammenhangslos und zerfahren, Zusammenhänge können nicht erkannt werden, die Sprache verarmt. Oft ist die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Man spricht von formalen Denkstörungen.
In manchen Fällen kann sich die Antriebsstörung bis zu katatonen Symptomen steigern.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Meist verläuft die Erkrankung in Schüben, welche Wochen bis Monate andauern. Zwischen den Schüben kann es zur vollständigen Rückbildung der Symptome kommen. Oft folgt aber eine Phase mit negativen Symptomen wie Isolation, Rückzug, Depressivität und Antriebsarmut.
Mit einer raschen und konsequenten Therapie lässt sich die Prognose verbessern. Bei ungefähr einem Drittel der Betroffenen bildet sich die Psychose vollständig zurück. Bei einem weiteren Drittel verbleiben negative Symptome und nur ein Drittel braucht aufgrund eines chronischen Krankheitsverlaufes dauerhafte Betreuung.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Diagnose Schizophrenie darf nie gestellt werden ohne mögliche organische oder psychische Erkrankungen auszuschließen! Denn beispielsweise kann es bei einer schweren Demenz, Depression, Hirntumoren oder Formen von Autismus zu ähnlichen Symptome kommen.


Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Das Tourette-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, die durch das Auftreten von so genannten Tics gekennzeichnet ist. Tics sind plötzliche, schnelle, sich wiederholende, stereotype Bewegungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Gilles-de-la-Tourette-Syndrom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursache der Tourette-Störung ist bislang nicht geklärt worden. Forscher gehen von einer Überfunktion der Nervenzellen aus, die bei der Parkinsonkrankheit eine Unterfunktion zeigen. Daneben sind vermutlich aber mehrere weitere Regelkreise im Gehirn betroffen.
60 Prozent der Betroffenen haben ein Familienmitglied mit Tourette-Syndrom. Vermutlich ist die Erkrankung vererbbar. Dabei sind Frauen weniger häufig betroffen als Männer, leiden aber häufiger an psychiatrischen Begleiterkrankungen.
Neuere Hinweise deuten darauf hin, dass die Tourette-Störung möglicherweise durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst werden könnte.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Betroffenen erleben einen Zwang, so genannte Tics auszuführen, die sie unter Aufbau einer inneren Spannung vorübergehend unterdrücken können. Zum Beispiel Missempfindungen in der betroffenen Körperregion führen dann doch zum Ausführen der Bewegung.
Tics können unscheinbar (einfach) sein oder komplexe Bewegungsmuster integrieren. Beispiele sind:
 - Augenrollen, Zwinkern, Schulterzucken, etc.
 - Laute ohne Bedeutung: Schmatzen, Pfeifen, Rülpsen, etc.
 - Wiederholen von gehörten Lauten oder Worten
 - Ausschreien vulgärer Sprache: Schimpfwörter, Obszönitäten
 - koordinierte Bewegungen wie ständiges Auf- und Absetzten der Brille oder durch das Haar fahren
 - Zwang, Dinge oder andere Menschen zu berühren
 - selbstgefährdende Handlungen wie Herumspringen oder Kopf gegen die Wand stoßen.
Zur Diagnose der Tourette-Störung müssen vorliegen:
 - Mehrere Tics im Verlauf der Erkrankung.
 - Tägliches und mehrmaliges Auftreten von Tics über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr.
 - Regelmäßiger Wechsel in der Anzahl, der Frequenz, der Art und dem Ort der Tics mit wechselnden Symptomen.
 - Auftreten vor dem 21. Lebensjahr.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Erkrankung beginnt meist im Kindesalter zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr. Oft werden die anfänglichen Tics als Nervosität fehlinterpretiert.
Einige Patienten weisen aber zusätzliche Symptome wie eine Zwangsstörung oder als Kinder eine Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung auf. Durch die Erkrankung kann es zu Ausgrenzung kommen, die dann durch Ängstlichkeit, Depression oder Gefühlsausbrüche beantwortet werden.
Um das zwanzigste Lebensjahr verschwinden die Symptome der Tourette-Störung oft von selbst oder werden deutlich weniger.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Dystonien und Myokloni sind Bewegungen oder Krämpfe in der Muskulatur. Sie lassen sich im Gegensatz zu Tics nicht willkürlich hinauszögern.
Bei psychischen oder psychiatrischen Erkrankungen können ebenfalls ähnliche Symptome auftreten.


Verhaltenstipps
Die meisten Menschen mit Tics oder einer Tourette-Störung sind relativ wenig beeinträchtigt und benötigen keine medikamentöse Behandlung. Wichtig ist es, Eltern und Lehrer über das Wesen und die Ursachen der Störung aufzuklären.
Es gibt Faktoren, die die Tics verstärken können wie:
 - Anstrengung oder Aufregung
 - Sport und Hitze
 - Müdigkeit
 - Koffeingenuss
 - bestimmten Medikamente.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Chorea Huntigton ist eine erbliche Erkrankung, die zu einer Zerstörung von Gehirnzellen führt. Sie ist dominant, was heißt, dass alle Menschen, denen das Gen dafür vererbt wurde, auch erkranken.
Männer sind gleich häufig betroffen wie Frauen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Morbus Huntigton
 - Chorea chronica progressiva
 - Veitstanz

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Durch Funktionsverlust bestimmter Gehirnstrukturen, die hauptsächlich für die Verarbeitung von Bewegung zuständig sind, kommt es zu den typisch blitzartigen Bewegungen. Ursache ist ein Fehler im Erbgut, der zur Ablagerung eines Eiweißstoffes in den betroffenen Hirnzellen führt, die dadurch zugrunde gehen.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist treten die ersten Symptome zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Oft beginnt die Erkrankung auch nicht mit Bewegungsstörungen, sondern psychischen Auffälligkeiten:
 - Wesensveränderung mit vermehrter Reizbarkeit, Aggressivität
 - besondere sexuelle Enthemmung oder Ängstlichkeit
 - Depression
 - erhöhte Ablenkbarkeit
 - Beeinträchtigung des Denkens und Merkens.
Erst später treten dann die typischen Bewegungsstörungen auf:
 - Plötzliche, kurze, ausladende fÜberbewegungen werden anfangs in sinnvolle Bewegungen eingebaut
 - Mimik und Gestik wirken übertrieben
 - eigene Bewegungen sind eingeschränkt und verlangsamt
 - Muskelkraft reicht nur kurz aus (Chamäleonzunge, fehlender Faustschluss)
 - durch die Überbeweglichkeit des Rumpfes mit einem tänzelnden Gangbild entstand die Bezeichnung Veitstanz
 - auch die Sprache verändert sich: sie wirkt zögerlich und abgehackt
Emotionale Belastung, Zuwendung oder innere Anspannung verstärken die Symptome, im Schlaf fehlen sie üblicherweise.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im Verlauf der Erkrankung treten die Überbewegungen zu Gunsten von Muskelsteife, Minderbeweglichkeit und anderen Parkinson-ähnlichen Symptomen in den Hintergrund. Es kommt zu teilweise starker psychiatrischer Mitbeteiligung mit Wahnvorstellungen. Schließlich kommt es zum starken Gewichtsverlust durch eine erschwerte Nahrungsaufnahme zusammen mit der erhöhten körperlichen Aktivität. Durch Probleme beim Schlucken kann es zu Lungenentzündungen kommen, die auch die Haupttodesursache von Chorea-Huntigton-Patienten darstellen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Selten können Symptome der Chorea Huntigton auch bei Kindern nach Streptokokken-Infektionen ohne antibiotische Behandlung, in der Schwangerschaft oder bei Östrogentherapie vorkommen. Der Unterschied zur echten Chorea ist der gutartige Verlauf mit Rückbildung der Symptomatik binnen Wochen.
Auch andere seltene Erbkrankheiten, Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen, Gehirnverletzungen, Vergiftungen oder eine Eisenspeicherkrankheit können ähnliche Symptome auslösen.
Bei der Westhphal-Variante der Erkrankung mit Beginn im Kindesalter stehen Parkinson-ähnliche Symptome von Anfang an im Vordergrund. Zusätzlich kann es zu Krampfanfällen kommen.

Verhaltenstipps
Eine ursächliche Therapie der Chorea Huntigton gibt es nicht. Jedoch können neben medikamentöser Therapie auch mehrere Therapiekonzepte die Lebensqualität verbessern:
 - Krankengymnastik dient zur Prophylaxe von Stürzen und erhöht die Beweglichkeit.
 - Ergotherapie im bisherigen Arbeitsumfeld hilft bei der Bewältigung der Erkrankung.
 - Logopädie kann bei Sprachschwierigkeiten sinnvoll sein.
 - Kuraufenthalte sind zusammen mit dem Partner des Patienten sinnvoll.
 - Auf Ernährung ist besonders zu achten, um einen Gewichtsverlust zu vermeiden. Die Zusammensetzung darf kohlenhydratreich sein, um die Glukoseversorgung des Gehirns zu verbessern; die Konsistenz sollte wegen der Schluckstörung breiig sein.
 - Neben Psychotherapie können auch Selbsthilfegruppen bei der Bewältigung der Erkrankung helfen.
Alkohol, Nikotin und Koffein können die Symptomatik verstärken und sollten daher gemieden werden.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Morbus Alzheimer ist eine langsam fortschreitende degenerative Erkrankung des Gehirns, die zu Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Orientierungsstörungen und einer erworbenen Intelligenzminderung bei älteren Menschen ab 65 Jahren führt. Die Krankheit wurde erstmals 1907 von Alois Alzheimer beschrieben.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Morbus Alzheimer
 - Senile Demenz vom Alzheimertyp

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Beim Morbus Alzheimer kommt es zum Absterben von Nervenzellen durch Eiweissablagerung, so genannte Plaques. Dadurch kommt es langsam zum Schrumpfen des Hirngewebes (Hirnatrophie).
Offenbar ist auch die Menge eines Überträgersstoffs zwischen den Nervenzellen vermindert, dem Acetylcholin.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Betroffenen fällt es anfangs schwer, die richtigen Worte zu finden und sich banale Dinge im Alltag zu merken. Oft fällt Angehörigen noch vor den Betroffenen eine Störung der Orientierungsfähigkeit auf - zum Ort, zur Zeit oder dem Datum oder gar zur eigenen Person.
Bei Menschen, die vorher Wert auf ihr Äußeres legten, kann auffallen, dass die Kleidung nicht mehr so gut zusammenpasst oder nicht auf das Wetter abgestimmt ist.
Mit zunehmendem Bewusstsein über die Krankheit kommt es zum sozialen Rückzug, woraus sich oft eine Depression entwickelt. Im Gegensatz zu anderen dementiellen Erkrankungen bleibt bei Morbus Alzheimer die Persönlichkeit sehr lange unversehrt.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bislang kann keine Therapie die Krankheit heilen. Einige Präparate vermögen aber im Frühstadium die Gedächtnisleistung und vor allem die Fähigkeit, sich zu versorgen, verbessern. Trotzdem verläuft die Krankheit langsam weiter.
Im späteren Verlauf ist keine Kommunikation mehr möglich, weil der Betroffene nur stereotype Äußerungen von sich geben kann. Die Patienten werden oft pflegebedürftig. Mit der Bettlägerigkeit sind die Betroffenen durch Lungenentzündungen oder Harnwegsinfektionen gefährdet.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
 - Bei Schlaganfallpatienten kann es durch Minderversorgung der auch bei Alzheimer betroffenen Regionen zu ähnlichen Symptomen kommen (vaskuläre Demenz).
 - Eine Hirnschrumpfung im Stirnbereich (frontotemporale Demenz, Morbus Pick) führt zu starken Persönlichkeitsstörungen. Die Gedächtnisleistung steht eher im Hintergrund.
 - Die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung führt durch veränderte Eiweiße (Prionen) zum Tod von Nervenzellen.
 - Veitstanz (Chorea Huntington) führt genetisch bedingt ebenfalls zu einer Intelligenzminderung.
 - Von der Alzheimer-Krankheit kaum zu unterscheiden ist die Lewy-Körperchen-Krankheit.
 - Besonders bei weiteren neurologischen Symptomen, vor allem Bewegungsstörungen, können auch andere neurologische Krankheitsbilder dahinter stecken.

Hausmittel und Verhaltenstipps
Wenn die Symptome plötzlich auftreten, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Es könnte sich um einen Schlaganfall handeln.
Durch die Einschränkung im Alltag entstehen sozialer Rückzug und Depression. Um die alltäglichen Probleme von Patient und Angehörigen besser bewältigen zu können, spielen neben der medikamentösen Therapie, die vom Facharzt verschrieben wird, auch nichtmedikamentöse Maßnahmen eine wichtige Rolle bei Demenzerkrankungen. Dazu gehören:
 - Gedächtnis- und Alltagstraining hilft den Alltag länger selbständig zu bewältigen.
 - Kreative Aktivitäten, Sport und Geselligkeit - am Besten in Selbsthilfegruppen mit anderen Erkrankten zusammen - kann das Selbstwertgefühl trotz der Krankheit aufrecht erhalten und sozialen Rückzug und Depression verhindern. Auch Gesellschaftsspiele, z.B. Würfelspiele, können dabei helfen.
 - Struktur im Alltag ist wichtig. Mit entsprechender Begleitung und Betreuung zu Hause soll der Betroffene aktiv in das Alltagsleben eingebunden werden.
Sinnvoll ist nach Diagnosestellung die Anbindung an einen erfahrenen Facharzt, der den Betroffenen kontinuierlich betreuen kann.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Meist phasenweise verlaufende psychische Erkrankung mit gehobener Stimmung, Antriebssteigerung und Ideenflucht.



Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Manie zählt zu den affektiven Störungen. Typisch sind daher stark veränderte Gefühlsäußerungen und überzogene Stimmungslagen:
 - Die Betroffenen sind euphorischer Stimmung, auch wenn kein entsprechender Anlass vorliegt. Sie sind gut gelaunt, heiter, fröhlich, ausgelassen und witzig. Häufig sind sie gute Unterhalter und fühlen sich bestens, ihr Selbstbewusstsein ist maßlos überzogen.
 - Typisch ist eine Antriebssteigerung, die zu Überaktivität, Rededrang, vermindertem Schlafbedürfnis und einem gesteigerten sexuellen Verlangen führt.
 - Der vermehrte Antrieb kann auch zu unüberlegten Handlungen wie maßlosen Einkäufen (20 Kleider, 15 Hosen o.ä.), Verschuldung oder undurchsichtigen Geschäftsabschlüssen führen.
 - Von Ideenflucht spricht man, wenn ein Maniker ständig neue Ideen hat, diese anfängt, aber nicht zu Ende bringt, weil er sich schon der nächsten Idee zuwendet.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Manie verläuft in Phasen, wobei diese Wochen bis Jahre dauern können. Nicht selten lösen bedeutende Ereignisse im Leben wie zum Beispiel eine Hochzeit, Scheidung, ein Stellenwechsel, der Tod eines nahen Angehörigen, Zerbrechen einer Beziehung, Arbeitslosigkeit oder ähnliches, einen Krankheitsschub aus. Sie können aber auch ohne äußere Ursachen auftreten.
In vielen Fällen kann die Erkrankung geheilt werden, doch Rückfälle sind nicht selten.


Verhaltenstipps
 - Fallen zuvor depressive Menschen plötzlich durch grundlos überzogen gute Stimmung auf, sollte man an eine manisch-depressive Erkrankung denken.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Ziellose Antriebssteigerung, die sich in inneren und äußeren Unruhezuständen äußert.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - psychomotorische Erregung


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Unruhe und Erregungszustände sind ein häufiges Symptom vieler psychischer Erkrankungen.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Diese Antriebsstörungen können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Wir alle kennen Zeiten innerer Unruhe. Sorgen, Ängste oder schwierig zu meisternde Situationen lassen uns nicht schlafen, führen zu Konzentrationsstörungen und innerer Anspannung. Bei vielen psychischen Erkrankungen kommt es ohne erkennbaren Grund zu diesen Unruhezuständen. Die Betroffenen empfinden diese oft als sehr qualvoll, können sich aber nicht dagegen wehren.
Erregungszustände sind oft mit einer Antriebssteigerung verbunden. Viele Psychosen gehen mit Erregungszuständen einher. Im akuten Schub einer Manie sind die Betroffenen voller Ideen, versuchen alles umzusetzen, bringen nichts zu Ende, sie sind ständig in Aktion und durch nichts zu bremsen.
Bei der katatonen Schizophrenie sind Zustände der Erstarrung, aber auch der totalen Erregung und motorischen Unruhe typisch.
Nicht selten besteht im Rahmen einer Demenz eine gewisse "Weglauftendenz": die Erkrankten verlassen das Haus und finden nicht mehr zurück.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Um sich selbst und andere zu schützen kann eine medikamentöse Behandlung oder die Unterbringung in einer Klinik nötig sein.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei einer "Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung" (ADHS) im Kindesalter fallen die Kinder durch erhebliche motorische Unruhe auf. Sie können sich nur kurze Zeit konzentrieren und haben einen teils erheblichen Bewegungsdrang.


Verhaltenstipps
 - Treten ohne erkennbaren oder nachvollziehbaren Grund Unruhe- und Erregungszustände auf, sollte ein Arzt zu Rat gezogen werden.


Bearbeitungsstand: 30.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Akute psychische Störung aufgrund einer organischen Ursache.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - delirantes Syndrom
 - organisches Psychosyndrom mit Bewusstseinsstörung


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Als Psychose bezeichnet man psychische Störungen, die mit einem meist vorübergehenden Realitätsverlust und Wahrnehmungsstörungen einhergehen. Bei einem Delir handelt es sich um eine so genannte exogene Psychose, denn ihr liegt eine organische Störung zugrunde. Meist handelt es sich um Veränderungen im Gehirn.
Delirante Syndrome können beispielsweise im Rahmen einer Demenz, einer schweren Infektion, im Rahmen eines Schlaganfalles, bei Stoffwechselstörungen wie Entgleisungen beim Diabetes mellitus oder kurzfristig nach größeren Operationen auftreten. Aber auch beim Entzug berauschender Substanzen kann es zu diesen Symptomen kommen. Am bekanntesten ist das Alkoholentzugsdelir.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Typisch ist eine meist plötzlich einsetzende Bewusstseinsstörung. Äußert sich diese in einem veränderten Wachheitsgrad, fallen die Betroffenen durch vermehrte Schläfrigkeit, schlechte Erweckbarkeit oder gar tiefe Bewusstlosigkeit auf.
Doch auch Aufmerksamkeitsstörungen, z.B. die Unfähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren, oder unruhiges Verhalten sind typisch.
In schweren Fällen kommen Halluzinationen, Wahnvorstellungen, innere Unruhe oder Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus hinzu.
Die Betroffenen sind desorientiert, sie können keine zutreffenden Aussagen bezüglich der Zeit, des Ortes oder ihrer eigenen Person machen. Das Denken und daher auch das Sprechen sind unlogisch und konfus.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Lässt sich die Ursache des Delirs behandeln, z.B. eine Unterzuckerung, so verschwinden die Symptome rasch. Nicht selten aber ist eine vorübergehende oder dauerhafte Betreuung nötig. Ein Delir kann sogar lebensbedrohliche Ausmaße annehmen - besonders gefährlich ist das Alkoholentzugsdelir.


Verhaltenstipps
 - Personen, welche ohne erkennbare Ursache ein völlig verändertes Verhalten zeigen, sollten dem Arzt vorgestellt werden
 - Ein Alkoholentzug sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen um ein Entzugsdelir zu verhindern.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Endogene Psychose mit Störung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die genaue Erkrankungsursache ist nicht bekannt. Man vermutet ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. So können genetische Einflüsse eine Rolle spielen, aber auch psychosoziale Ursachen. Beispielsweise kann es zu schizophrenen Schüben kommen, wenn zuviel Stress auf einen verletzlichen Menschen einwirkt. Auch Störungen der Überträgerstoffe im Gehirn werden als Ursache diskutiert.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Schizophrenie ist die häufigste Psychose. Mindestens ein Prozent der Bevölkerung erleidet einmal im Leben einen schizophrenen Schub. Das Haupterkrankungsalter liegt meist zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr.
Man teilt die Symptome einer Schizophrenie in Positivsymptome und Negativsymptome ein.
Als Positivsymptome bezeichnet man Übersteigerungen des normalen Erlebens. Typisch sind inhaltliche Denkstörungen, wie Halluzinationen und der Wahn. Ebenso zählen die Ich-Störungen zu dieser Symptomengruppe.
Negativsymptome dagegen sind Einschränkungen des normalen Erlebens. Typisch ist eine unterschiedlich stark ausgeprägte Affektverflachung. Ähnlich wie bei einer schweren Depression kommt es zu Antriebslosigkeit, persönlichem Rückzug und einer Verarmung des emotionalen Mitfühlens oder Ausdrucksfähigkeit. Freude oder Trauer können weder empfunden, noch mitgeteilt werden.
Das Denken ist verlangsamt, zusammenhangslos und zerfahren, Zusammenhänge können nicht erkannt werden, die Sprache verarmt. Oft ist die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Man spricht von formalen Denkstörungen.
In manchen Fällen kann sich die Antriebsstörung bis zu katatonen Symptomen steigern.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Meist verläuft die Erkrankung in Schüben, welche Wochen bis Monate andauern. Zwischen den Schüben kann es zur vollständigen Rückbildung der Symptome kommen. Oft folgt aber eine Phase mit negativen Symptomen wie Isolation, Rückzug, Depressivität und Antriebsarmut.
Mit einer raschen und konsequenten Therapie lässt sich die Prognose verbessern. Bei ungefähr einem Drittel der Betroffenen bildet sich die Psychose vollständig zurück. Bei einem weiteren Drittel verbleiben negative Symptome und nur ein Drittel braucht aufgrund eines chronischen Krankheitsverlaufes dauerhafte Betreuung.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Diagnose Schizophrenie darf nie gestellt werden ohne mögliche organische oder psychische Erkrankungen auszuschließen! Denn beispielsweise kann es bei einer schweren Demenz, Depression, Hirntumoren oder Formen von Autismus zu ähnlichen Symptome kommen.


Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Psychische Erkrankung mit den Leitsymptomen Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Denkhemmung. Die Depression ist eine häufige psychische Erkrankung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - depressive Episode

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Meist handelt es sich um eine endogene Depression, deren Ursache nicht genau bekannt ist. Man vermutet eine Störung der Überträgerstoffe im Gehirn.
Manche Medikamente können depressive Verstimmungen auslösen, doch auch bei Organstörungen wie beispielsweise der Schilddrüsenunterfunktion oder im Rahmen einer neurologischen Erkrankung wie der Parkinsonerkrankung oder einer Demenz kann sich im Krankheitsverlauf eine Depression entwickeln.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Eine Depression kann sich ganz verschieden äußern. Als typisch gelten folgende Symptome:
 - die Stimmungslage ist niedergeschlagen und gedrückt, die Betroffenen fühlen sich "leer", können keine positiven Gefühle empfinden oder äußern.
 - Typisch ist eine Antriebshemmung. Depressive sind zu keiner Aktivität zu bewegen. Oft zeigt das Gesicht einen immer gleich bleibend traurigen Ausdruck. Am stärksten ausgeprägt ist diese Antriebshemmung am Morgen, sie bessert sich gegen Abend. Es scheint, als läge der Tag "wie ein großer Berg" vor ihnen.
 - Die Denkhemmung äußert sich durch verlangsamtes Denken ohne Einfälle, man spricht von "Grübelneigung".
 - Die Denkhemmung zeigt sich auch in einer verlangsamten, einfallslosen Sprache und Konzentrationsstörungen. Patienten sind nur wenig mitteilsam und sind zu keinem Gespräch zu motivieren.
 - Es können starke Ängste auftreten. Oft ist kein konkreter Anlass für die Angstgefühle zu finden.
Häufig bestehen neben den psychischen auch körperliche Beschwerden wie beispielsweise Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, Kloßgefühl im Hals oder sexuelle Lustlosigkeit.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Depressionen zeigen oft einen stark schwankenden Verlauf. Nicht selten jahreszeitlich gebunden kommen Phasen normaler Stimmungslage neben Zeiten starker Depression vor. Tritt die Depression im Rahmen einer manisch-depressiven Erkrankung auf, können auf depressive auch manische Zustände folgen. Bei schweren Depressionen besteht eine erhöhte Selbstmordrate!


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion können ähnliche Symptome wie bei einer Depression vorherrschen.
Ängste sind bei vielen psychischen Erkrankungen anzutreffen. Bei konkreten, übersteigerten Ängsten spricht man von einer Phobie.


Verhaltenstipps
 - bestehen körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache zu finden ist, sollte man die Idee einer psychischen Erkrankung als Ursache nicht ausschließen.
 - fallen zuvor umgängliche Menschen durch unerklärliche Passivität, Interessenlosigkeit oder stete Traurigkeit auf, können dies Anzeichen einer Depression sein.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Endogene Psychose mit Störung des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die genaue Erkrankungsursache ist nicht bekannt. Man vermutet ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. So können genetische Einflüsse eine Rolle spielen, aber auch psychosoziale Ursachen. Beispielsweise kann es zu schizophrenen Schüben kommen, wenn zuviel Stress auf einen verletzlichen Menschen einwirkt. Auch Störungen der Überträgerstoffe im Gehirn werden als Ursache diskutiert.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Schizophrenie ist die häufigste Psychose. Mindestens ein Prozent der Bevölkerung erleidet einmal im Leben einen schizophrenen Schub. Das Haupterkrankungsalter liegt meist zwischen der Pubertät und dem 30. Lebensjahr.
Man teilt die Symptome einer Schizophrenie in Positivsymptome und Negativsymptome ein.
Als Positivsymptome bezeichnet man Übersteigerungen des normalen Erlebens. Typisch sind inhaltliche Denkstörungen, wie Halluzinationen und der Wahn. Ebenso zählen die Ich-Störungen zu dieser Symptomengruppe.
Negativsymptome dagegen sind Einschränkungen des normalen Erlebens. Typisch ist eine unterschiedlich stark ausgeprägte Affektverflachung. Ähnlich wie bei einer schweren Depression kommt es zu Antriebslosigkeit, persönlichem Rückzug und einer Verarmung des emotionalen Mitfühlens oder Ausdrucksfähigkeit. Freude oder Trauer können weder empfunden, noch mitgeteilt werden.
Das Denken ist verlangsamt, zusammenhangslos und zerfahren, Zusammenhänge können nicht erkannt werden, die Sprache verarmt. Oft ist die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Man spricht von formalen Denkstörungen.
In manchen Fällen kann sich die Antriebsstörung bis zu katatonen Symptomen steigern.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Meist verläuft die Erkrankung in Schüben, welche Wochen bis Monate andauern. Zwischen den Schüben kann es zur vollständigen Rückbildung der Symptome kommen. Oft folgt aber eine Phase mit negativen Symptomen wie Isolation, Rückzug, Depressivität und Antriebsarmut.
Mit einer raschen und konsequenten Therapie lässt sich die Prognose verbessern. Bei ungefähr einem Drittel der Betroffenen bildet sich die Psychose vollständig zurück. Bei einem weiteren Drittel verbleiben negative Symptome und nur ein Drittel braucht aufgrund eines chronischen Krankheitsverlaufes dauerhafte Betreuung.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Diagnose Schizophrenie darf nie gestellt werden ohne mögliche organische oder psychische Erkrankungen auszuschließen! Denn beispielsweise kann es bei einer schweren Demenz, Depression, Hirntumoren oder Formen von Autismus zu ähnlichen Symptome kommen.


Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Anwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel während der Mahlzeiten mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen unter anderem zu Bewegungsstörungen, Schläfrigkeit bis zum Koma, Krampfanfällen, Regulationsstörungen der Körpertemperatur, niedrigem Blutdruck, Bluthochdruck, verschwommenes Sehen und zu Atemschwäche kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
Hilfstoff + Povidon K25
Hilfstoff + Crospovidon
Hilfstoff + Maisstärke
Hilfstoff + Lactose-1-Wasser
Wirkstoffstoff 5 mg Haloperidol
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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