DOXYHEXAL tabs 100 Tabletten

Art.Nr.:
03103396
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Hexal AG
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Oxytetracyclin und Tetracyclin!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 8 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 11 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 50 kg Körpergewicht: Auch in dieser Gruppe darf das Arzneimittel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Erbrechen
 - Schluckstörungen
 - Sodbrennen
 - Durchfälle
 - Fettige, ölige Stühle
 - Blähungen
 - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Blutgerinnungsstörung
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin
- Allergische Reaktionen, wie:
 - Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
  - Juckreiz
  - Hautrötung
  - Hautausschlag
  - Nesselausschlag
  - Erythema exsudativum multiforme (charakteristischer Hautausschlag, meist als Unverträglichkeitsreaktion, häufig mit Schleimhautbefall, Blasenbildung und schmerzhaften offenen Stellen)
  - Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
 - Fieber
 - Wassereinlagerungen (Ödeme) (an Haut, Schleimhäuten und Gelenken)
 - Gelenkschmerzen
 - Asthma bronchiale
- Verfärbung von Zähnen, Nägeln und Knochen (schwarz, betrifft vor allem die Behandlung von Kindern unter 8 Jahren)
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen, wie:
 - Infektionen der Mundschleimhaut
 - Infektionen der Rachenschleimhaut
 - Heiserkeit
 - Infektionen der Scheide
 - Infektionen im Darm, mit Juckreiz am After

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Bakterieninfektionen, wie:
    - Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
        - Chronische Bronchitis, in der akuten Phase
        - Lungenentzündung
    - Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
    - Mittelohrentzündung (Otitis media)
    - Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
        - Harnröhrenentzündung
    - Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
        - Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
        - Prostataentzündung, vor allem, wenn sie akut ist
        - Hoden- und Nebenhodenentzündung
        - Gonorrhoe (Tripper)
        - Syphilis (bei Penicillinallergie)
        - Donovanose (Granuloma inguinale)
    - Bakterieninfektionen des Magen-Darm-Traktes, wie:
        - Cholera
        - Bakterien-Enteritis durch Campylobacter (durch bestimmte Bakterien hervorgerufene Entzündung des Darms mit Durchfall)
        - Bakterien-Enteritis durch Yersinien (durch bestimmte Bakterien hervorgerufene Entzündung des Darms mit Durchfall)
        - Shigellen-Ruhr (durch bestimmte Bakterien ausgelöste Durchfallerkrankung)
        - Sprue, tropische (durch Bakterien ausgelöste Darmerkrankung mit Durchfall, die nur in den Tropen vorkommt)
        - Morbus Whipple (durch Bakterien ausgelöste Darmerkrankung, die zu einer unzureichenden Nährstoffaufnahme aus dem Darm in die Blutbahn führt)
    - Bakterieninfektion der Gallenwege
    - Bakterieninfektionen der Augen, wie
        - Trachom
    - Lyme-Borreliose
    - Brucellose
    - Ornithose (Vogelzüchterlunge)
    - Bartonellose
    - Listeriose (die Erreger, sog. Listerien, gelangen von Tieren oder deren Produkte (z.B. Milch) auf den Menschen; in der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind Schaden nehmen)
    - Rickettsiose (Fleckfieber)
    - Melioidose
    - Pest
Zur innerlichen Behandlung, wenn eine äußerliche Therapie nicht ausreichend ist:
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
    - Akne
    - Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.


Was ist das? - Definition
Spricht ein Fachmann von Bronchitis meint er Husten mit Auswurf. Für eine chronische Bronchitis müssen die Symptome länger bestehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgelegt, dass jemand in einem Jahr mindestens drei Monate hintereinander Husten und Auswurf haben muss und das zwei Jahre hintereinander, damit der Arzt eine chronische Bronchitis diagnostizieren kann.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die meisten Patienten mit einer chronischen Bronchitis sind Raucher oder ehemalige Raucher, denn Zigarettenrauch gilt als die häufigste Ursache. Viel seltener führen häufige Atemwegsinfekte oder Berufsgifte (z.B. Mehlstaub beim Bäcker) zur Ausbildung einer chronischen Bronchitis.
Doch auch Menschen, die weder rauchen, noch beruflich mit Umweltgiften zu tun haben, können erkranken. Hier ist die genaue Ursache der Lungenschädigung nicht bekannt.
Bei Betroffenen können in der Lunge drei Besonderheiten gefunden werden:
 - In den Atemwegen sitzen mehr schleimproduzierende Zellen, als bei Nicht-Betroffenen. Die Zellen sondern große Mengen zähen Schleims ab. Dies führt zu einer Störung der Reinigungsmechanismen in der Lunge. Denn die in Richtung Mund schlagenden Flimmerhärchen auf der Atemwegsschleimhaut haben Schwierigkeiten, den zähen Schleim abzutransportieren.
 - Die Muskelschicht in den kleinen Atemwegen, den Bronchien, ist verdickt. Wenn sich diese Muskeln verkrampfen, kommt es zu Atemnot, da die Luft nicht mehr ungehindert in die Lunge eindringen kann.
 - Es besteht häufig eine Überempfindlichkeit der Atemwegsschleimhaut gegenüber bestimmten Einflüssen (z.B. körperliche Belastung). Folge ist ein Anschwellen der Schleimhaut, wodurch die Bronchien ebenfalls eingeengt werden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Typisch sind Husten und besonders morgendlicher Auswurf (man spricht auch vom "Raucherhusten").
Bei Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu Atemnot bei Belastung, verschlechtert sich die Lunge, tritt diese sogar in Ruhe, d.h. ohne körperliche Anstrengung auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Durch den Schleim, der sich in der Lunge staut, kommt es immer wieder zu Entzündungen der Luftwege.
Infolge der chronischen Entzündung kann es im Bereich der Bronchien zu einer Zerstörung der Bronchienwand und damit zu Aussackungen der Bronchien kommen, den so genannten Bronchiektasen.
In diesen Aussackungen sammelt sich Schleim und führt besonders morgens zum Abhusten von großen Mengen übelriechenden Sekrets.
Ist es zu einer Zerstörung der Lungenbläschen, den allerkleinsten Luftwegen, gekommen, bildet sich eine Lungenüberblähung, das sogenannte Lungenemphysem.
Ein Lungenemphysem wiederum führt zur Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf. Der rechte Herzanteil pumpt das Blut in die Lunge. Um den dort erhöhten Blutdruck zu überwinden bilden sich im rechten Herzen vermehrt Muskeln. Besteht die übermäßige Belastung des Herzens über einen längeren Zeitraum, kommt es zur Schädigung dieses Herzanteils, man spricht von einer Rechtsherzinsuffizienz.
Aussackungen und Überblähung der Lunge erschweren den Sauerstoffaustausch in der Lunge. Folge ist eine Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Der Betroffene leidet ständig an Atemnot und benötigt eine Sauerstoffflasche.
Ist die Atemnot das vorherrschende Symptom, so handelt es sich bereits um eine chronisch obstruktive Bronchitis, das heißt, die Atemwege sind ständig verengt. Bei dieser Form der chronischen Bronchitis kommt es noch häufiger zu den oben erwähnten Komplikationen

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Ein Raucher, der unter ständigem Husten leidet, sollte seine Lunge röntgen lassen, denn dies kann auch ein Hinweis auf weitere Erkrankungen sein.
Auch bei Asthma kommt es häufig zu Husten und Auswurf. Während bei der chronischen Bronchitis die Atemnot ein fast ständiger Begleiter ist, tritt beim Asthma die Atemnot dagegen nur gelegentlich auf.

Verhaltenstipps
 - Um die Lunge nicht noch weiter zu schädigen ist es dringend nötig, das Rauchen aufzugeben.
 - Die Schleimlösung lässt sich durch regelmäßige Inhalationen (z.B. mit Kamille) und Trinken warmer Tees verbessern.
 - Wird der ursprünglich weißliche Auswurf plötzlich gelb-grünlich, oder kommt es zur Verschlechterung der Atmung muss der Arzt aufgesucht werden, denn dies sind Zeichen einer zusätzlichen Entzündung der Lunge. Sie müssen bei einer chronischen Lungenerkrankung frühzeitig behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Lungenentzündung ist die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit in den Industrieländern. Sie wird meist durch Bakterien, seltener durch Viren, Pilze oder zum Beispiel Verschlucken von Nahrung verursacht.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Pneumonie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Erreger der Lungenentzündung können auf verschiedene Wege in die Lunge gelangen:
 - Im Mund- und Rachenraum finden sich bei allen Menschen verschiedene Bakterien. Sind, beispielsweise wegen schlechter Mundhygiene oder Eiterherde im Mund- oder Rachenraum, viele Bakterien vorhanden, können diese in die Lunge gelangen und eine Lungenentzündung auslösen.
 - Bei bettlägerigen oder sehr alten Menschen funktioniert manchmal der Hustenreflex nicht richtig. Sie verschlucken sich beim Essen und Nahrung gelangt in die Lunge. Auch dies kann zu einer Lungenentzündung führen.
 - Unsere Luftwege sind mit feinen Flimmerhärchen bedeckt. Diese bewegen eine dünne Schleimschicht, auf der sich kleine Unreinheiten in der Atemluft sammeln können. Ähnlich einer Rolltreppe transportieren die Flimmerhärchen die Schleimschicht und somit auch die Verschmutzungen von der Lunge weg in Richtung Kehlkopf, wo sie geschluckt werden. Sind diese Flimmerhärchen in ihrer Funktion eingeschränkt (z.B. bei Rauchern) oder wird zu viel zäher Schleim produziert (z.B. bei der chronischen Bronchitis), ist der Reinigungsmechanismus gestört und Erreger können sich in der Lunge festsetzen.
 - Besonders beim Husten verteilt ein Erkrankter die Erreger in seiner Umgebung. Werden sie von anderen eingeatmet, kann eine Lungenentzündung entstehen.
 - In seltenen Fällen wandert der Erreger aus anderen Entzündungsherden im Körper über die Blutbahnen in die Lunge.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Besonders gefährdet an einer Lungenentzündung zu erkranken sind ältere oder schwer kranke Menschen, da deren Abwehrsystem geschwächt ist oder die Lunge nicht richtig belüftet ist (z.B. wegen einer flachen Atmung bei Bettlägerigkeit). Innerhalb weniger Stunden entwickelt sich ein schweres Krankheitsbild mit folgenden Beschwerden:
 - Hohes Fieber mit Schüttelfrost.
 - Husten mit gelblich-eitrigem oder, durch Blutbeimischungen, rostbraunem Auswurf.
 - Ist es zu einer Mitentzündung des Rippenfells gekommen (einer Pleuritis), so bestehen Schmerzen beim Atmen.
 - In Folge der Entzündung ist der Sauerstoffaustausch in der Lunge erschwert. Deshalb besteht oft eine Atemnot. Der Betroffene atmet sehr schnell, denn er versucht den Sauerstoffmangel im Blut durch vermehrte Atmung auszugleichen.
 - Bei massivem Sauerstoffmangel kommt es zu einer bläulich-roten Verfärbung von Haut und Schleimhäuten. Besonders gut zu erkennen ist dies an den Lippen und den äußersten Körperteilen (Finger-, Zehen- oder Nasenspitze).

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei sonst Gesunden heilt eine Lungenentzündung in den meisten Fällen problemlos aus. Besteht allerdings eine Herzschwäche oder ist der Betroffene insgesamt geschwächt oder krank, kann eine Lungenentzündung gefährlich werden:
 - Durch die entzündlichen Veränderungen des Lungengewebes wird der Blutfluss in der Lunge stark behindert. Dies führt zu einem Aufstau in den Lungengefäßen und somit zur Erhöhung des Blutdrucks in der Lunge. Gegen diesen hohen Blutdruck muss die rechte Herzhälfte, welche das Blut in die Lunge pumpt, ankämpfen. Besonders bei Menschen mit schon bestehender Herzschwäche kann dies zur Verschlechterung der Herzleistung führen.
 - Bei zunehmendem Sauerstoffmangel und Atemnot droht ein Lungenversagen. In schweren Fällen ist deshalb eine künstliche Beatmung nötig.
 - Es kann zu Eiteransammlungen im Lungengewebe, einem so genannten Lungenabszess kommen.
 - Sammelt sich Eiter zwischen Lungen- und Rippenfell infolge der Rippenfellentzündung ist die Lungenbewegung zusätzlich eingeschränkt. Dies verstärkt die Atemnot.
 - Bei langer Bettlägerigkeit oder starkem Flüssigkeitsverlust, z.B. bei hohem Fieber, kommt es zur Verlangsamung des Blutflusses in den Venen. Es kann sich ein Blutgerinnsel bilden, eine Thrombose.
 - Treten die Erreger in die Blutbahn über, entwickelt sich eine Blutvergiftung, die so genannte Sepsis.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Ähnliche Beschwerden finden sich bei einer Lungentuberkulose. Auch ein Lungentumor kann Symptome einer Lungenentzündung verursachen.

Verhaltenstipps
Schon bei Verdacht auf eine Lungenentzündung ist ein Arzt zu Rate zu ziehen, denn eine frühzeitige Antibiotika-Gabe ist wichtig.
Unterstützend wirken verschiedene Allgemeinmaßnahmen:
 - Die Atemluft sollte angefeuchtet werden (z.B. feuchtes Tuch über die Heizung) um die Schmerzen bei der Atmung zu lindern und die Schleimlösung zu fördern.
 - Eine erhöhte Lagerung des Oberkörpers erleichtert die Atmung.
Wichtig ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr (besonders warme Tees, aber auch Fruchtsäfte oder ähnliches), besonders bei hohem Fieber, denn pro 1347 C Temperaturerhöhung verliert der Körper ca. 1 Liter Flüssigkeit.
 - Lungeneinreibungen, z.B. mit Franzbranntwein verbessern die Belüftung der gesunden Lungenabschnitte und unterstützen das Abhusten.
 - Fieber lässt sich durch Wadenwickel senken: Tuch mit kaltem Wasser befeuchten und um die Wade wickeln, darüber ein trockenes Tuch legen. Die Wickel sollten alle 5-10 Minuten erneuert werden.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung sind die Schleimhäute der von der Nase her zugänglichen Nebenhöhlen (Kiefer-, Siebbein-, Stirn- und Keilbeinhöhlen) entzündet. Die Erkrankung ist meist auf Bakterien zurückzuführen und tritt vorwiegend im Anschluss an einen Schnupfen auf. Wird die akute Form nicht ausgeheilt, so besteht Gefahr, dass sich eine chronische Nebenhöhlenentzündung entwickelt.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Sinusitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Eine akute Nebenhöhlenentzündung tritt auf, wenn sich bei einem Schnupfen die Infektion auch auf die Nebenhöhlen ausbreitet. Der durch Viren ausgelöste Schnupfen geht durch das Hinzukommen von Bakterien in eine eitrige Form über, die sich über die Schleimhäute auf die Nasennebenhöhlen ausdehnt. Eine andere Krankheitsursache kann Wasser sein, das beim Schwimmen in die Nebenhöhlen eindringt und durch die darin enthaltenen Keime Entzündungen hervorruft. Besonders anfällig für Nebenhöhlenentzündungen sind Menschen mit allgemeiner Abwehrschwäche.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Charakteristisch ist ein heftig klopfender oder dumpfer Schmerz im Bereich der erkrankten Nebenhöhlen, der beim Bücken, Pressen und Heben zunimmt. Die örtlich auftretenden Druckgefühle sind von der Tageszeit abhängig und verschlimmern sich meist gegen Mittag. Häufig fließt Eiter aus der Nase ab.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Wird die akute Entzündung nicht eingedämmt, kann sie in die Nachbarschaft der Nebenhöhlen durchbrechen. Diese Komplikation tritt vor allem bei Eiterungen der Stirnhöhlen auf, die sich dann bis in die Augenhöhlen oder das Schädelinnere fortpflanzen und schwerwiegende Entzündungen im Augenbereich oder Hirnhautentzündungen hervorzurufen vermögen. Bei heftigerem Verlauf der Krankheit sollte daher unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden. Aus einer nicht ausgeheilten akuten Nebenhöhlenentzündung kann sich eine chronische Form entwickeln. Diese geht meist mit Schleimhautwucherungen und Polypenbildung einher und führt zu einer Behinderung der Nasenatmung und zum Verlust des Riechvermögens. Der chronische Verlauf ist in vielen Fällen ein Wegbereiter für Erkrankungen der gesamten Atemwege.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zahlreiche andere Krankheitsbilder führen ebenfalls zu Kopfschmerzen, ohne dass eine Nebenhöhlenentzündung vorliegen muss. Dazu zählen unter anderem Migräne und Kopfschmerzen, die auf eine Blutdruckstörung, Hirnhautentzündung oder Augenerkrankung zurückzuführen sind.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Bei unkompliziertem Krankheitsverlauf sind abschwellende Nasentropfen sinnvoll, da sie den Abfluss von Sekret aus den Nebenhöhlen erleichtern.
 - Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Rotlichtbehandlungen lassen die Entzündung schneller abheilen und verbessern die Durchblutung.

Bearbeitungsstand: 23.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei der akuten Mittelohrentzündung handelt es sich um eine vorwiegend eitrige,schmerzhafte Entzündung der Schleimhaut des Mittelohrs. Sie wird von schlechtem Allgemeinbefinden und, besonders bei Kindern, oft von hohem Fieber begleitet. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren sind jedoch besonders häufig betroffen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Otitis media acuta

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Das Mittelohr ist über eine Röhre, genannt "Eustachische Röhre" oder auch "Ohrtrompete" oder "Tube", mit dem Rachenraum verbunden. Krankheitserreger können über diese Röhre in das Mittelohr gelangen und dort eine Entzündung hervorrufen. Aus diesem Grund tritt die akute Mittelohrentzündung oft im Zusammenhang mit einem Schnupfen oder einer Erkältung auf. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind hierfür sehr anfällig, da bei ihnen diese Röhren noch kurz und weit sind und gerade verlaufen. In den meisten Fällen verursachen Bakterien die Erkrankung.
Seltener sind Viren wie das Grippevirus ("Grippeotitis") oder Herpesvirus die Verursacher.
Infektionen über den Blutweg im Rahmen einer Blutvergiftung oder als Komplikation von Infektionskrankheiten wie Masern ("Masernotitis") oder Scharlach ("Scharlachotitis") sind ebenfalls selten. Sie können bevorzugt bei Kindern auftreten.
Bei einem beschädigten Trommelfell ist es möglich, dass Erreger von außen ins Mittelohr gelangen, z.B. durch Eindringen von Badewasser oder bei unsachgemäßer Reinigung des äußeren Gehörgangs.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die akute Mittelohrentzündung äußert sich durch heftige pulsierende Schmerzen, die oft nachts stärker werden, Klopfen im Ohr, Schwerhörigkeit, herabgesetztes Allgemeinbefinden, Kopfschmerzen und Fieber bis 39-40347C. Der Bereich hinter dem Ohr ist besonders zu Beginn der Erkrankung druckempfindlich, weil die Schleimhaut des Warzenfortsatzes mit entzündet ist. Der Warzenfortsatz ("Mastoid") liegt hinter dem knöchernen Teil des Gehörgangs (als knöcherner Knubbel hinter dem Ohrläppchen tastbar). Er enthält lufthaltige Hohlräume, so genannte Warzenfortsatzzellen, die mit dem Mittelohr in Verbindung stehen.
Säuglinge mit einer Mittelohrentzündung greifen sich oft ans Ohr (Ohrzwang) und reagieren sehr empfindlich auf die Berührung der Ohrmuschel. Außerdem bestehen bei Säuglingen neben hohem Fieber oft ausgeprägte allgemeine Veränderungen wie Störungen der Ernährung und der Verdauung. Je jünger das Kind ist, desto weniger eindeutig sind die Beschwerden, und allgemeine Symptome stehen im Vordergrund.
Bei älteren Personen tritt häufig kein Fieber auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Zu Beginn der Erkrankung produzieren die entzündeten Schleimhäute Flüssigkeit, die sich im Mittelohr sammelt. In dieser Phase sind die Beschwerden am stärksten. Häufig kommt es nach 1-2 Tagen zu einem kleinen Einriss im Trommelfell. Die Flüssigkeit kann abfließen und Schmerzen und Fieber lassen nach. Anschließend klingt der Ohrfluss ab, der Trommelfelldefekt verschließt sich und das Gehör normalisiert sich wieder. Bei unkompliziertem Verlauf ist die Entzündung nach 2-4 Wochen abgeheilt.
Durch Resistenz der Erreger oder ungenügende Dosierung des Antibiotikums kann sich eine "latente Otitis media" entwickeln. Die Beschwerden klingen schnell ab und es entsteht der Eindruck, die Erkrankung sei vollständig abgeheilt. Nach 2-3 Wochen flackert die Entzündung wieder verstärkt auf.
Komplikationen entstehen, wenn sich die Entzündung weiter ausbreitet. Häufig entsteht eine Mastoiditis (Entzündung des Warzenfortsatzes). Auch eine Beteiligung des Innenohrs oder die Entwicklung einer Hirnhautentzündung sind möglich.
Der Arzt sollte auf jeden Fall aufgesucht werden, damit der auslösende Erreger und mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt werden und eine optimale Behandlung möglich ist.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Sonderformen der akuten Mittelohrentzündung wie Masern oder Scharlach sind von den gleichen Symptomen wie die akute Mittelohrentzündung begleitet. Sie nehmen häufig einen schweren Verlauf. Durch bleibende Trommelfelldefekte kann eine chronische Mittelohrentzündung entstehen.
Problematisch ist auch eine Infektion mit dem Herpes-Virus, die durch spezielle Medikamente behandelt werden muss.
Bei einer Entzündung des äußeren Gehörgangs treten ebenfalls starke Ohrenschmerzen und Fieber auf.
Die genaue Diagnose und Festlegung der Therapie kann nur durch den Arzt erfolgen

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Bettruhe
 - Wärmebehandlung durch Wärmelampe, Wärmekissen (mit Dinkel oder Kirschkernen gefüllt) oder Zwiebelsäckchen. Für ein Zwiebelsäckchen werden Zwiebeln kleingehackt, ohne Öl erwärmt und die Zwiebelstückchen in ein Tuch eingeschlagen, das auf das Ohr aufgelegt wird. Die Zwiebeldämpfe wirken zusätzlich entzündungshemmend. Achtung:. Die Wärmebehandlung ist in der akuten ersten Phase und bei Komplikationen nicht geeignet, da sich durch die vermehrte Durchblutung die Beschwerden verstärken können.
 - Den Gehörgang nicht mit Watte verschließen. Durch den Verschluss entsteht eine feuchte Kammer, in der sich Keime und Pilze vermehrt ansiedeln können.
 - Tritt die Otitis media im Zusammenhang mit einem Schnupfen auf, verschaffen abschwellende Nasentropfen Linderung.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Unter der Sammelbezeichnung "Entzündungen der Niere und Harnwege" werden verschiedenartige Entzündungsvorgänge des Nierengewebes, Nierenbeckens und der ableitenden Harnwege zusammengefasst. Zu den ableitenden Harnwegen zählen der Harnleiter (zwischen Niere und Harnblase), die Harnblase und die Harnröhre.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Entzündung des Nierengewebes (Pyelonephritis)
 - Nierenbeckenentzündung (Pyelitis)
 - Entzündung der Harnleiter (Ureteritis)
 - Blasenentzündung (Zystitis)
 - Entzündung von Blase und Nierenbecken (Zystopyelitis)
 - Entzündung von Blase, Nierenbecken und Nierengewebe (Zystopyelonephritis)
 - Entzündung der Harnröhre (Urethritis)


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die häufigste Ursache für Entzündungen der Niere und der Harnwege sind Keime. Sie gelangen über das Blut, die Lymphe oder durch die ableitenden Harnwege aufsteigend an ihr Ziel. Der letzte Weg ist der häufigste. Er wird durch Abflussstörungen des Harns begünstigt, wie sie z.B. infolge von Verengungen oder Abknickungen der Harnleiter auftreten. Neben Bakterien und Viren können aber auch bestimmte Medikamente sowie eine übermäßige Belastung des Körpers durch Kälte oder Nässe der Grund für die Entzündungen sein.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Patienten mit Nierenentzündung leiden unter einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Häufig klagen sie über dumpfe Schmerzen in der Nierenregion. Je nach Ausprägung treten auch Fieber mit Schüttelfrost und Erbrechen sowie Gliederschmerzen auf. Charakteristisch für Patienten mit entzündeten Harnwegen ist ein Brennen beim Wasserlassen. Hinzu kommen oft krampfartige Schmerzen im Unterbauch und ein gehäufter Drang zum Entleeren der Blase.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Entzündungen der Harnwege können auf die Nieren übergreifen und dort eine Infektion des Nierengewebes und des Nierenbeckens auslösen. Daneben besteht die Gefahr, dass akute Nieren- und Harnwegsentzündungen in eine chronische Verlaufsform übergehen. Veränderungen des Nierengewebes können die Folge sein, im schlimmsten Fall kommt es zu einer Niereninsuffizienz mit Schrumpfnierenbildung.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Eine Schwangerschaft, ein Dauerkatheter oder Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus und Gicht begünstigen die Entstehung von Nieren- und Harnwegsentzündungen. Gleiches gilt für Nierenmissbildungen und für die Einnahme von Medikamenten wie Cortison sowie anderen Wirkstoffen, die das Immunsystem unterdrücken.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
In der Regel klingen Entzündungen der Harnwege durch reichliches Trinken schnell wieder ab. Empfehlenswert sind Tees mit harntreibenden und krampflösenden Inhaltsstoffen (z.B. Birken- und Bärentraubenblätter, Schachtelhalm, Goldrute). Auch die örtliche Zufuhr von Wärme durch Wärmepackungen oder Sitzbäder lindern den Verlauf. Wichtig ist es, den Unterleib stets warm zu halten und sich möglichst körperlich zu schonen. Im Normalfall klingen die Entzündungen nach ein bis zwei Wochen wieder aus. Beim Auftreten von starkem Fieber und Nierenentzündungen ist aber stets ein Arzt aufzusuchen.

Bearbeitungsstand: 27.04.2012

Quellenangabe:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bakterielle Infektionen der Scheide entstehen, wenn sich atypische Bakterien, d.h. Bakterien die in der natürlichen Besiedlung der Scheide mit Mikroorganismen (physiologische Scheidenflora) nicht vorkommen, dort ansiedeln und vermehren. Dabei sind meistens verschiedene Bakterien in großer Anzahl beteiligt.
Die Ansteckung erfolgt meistens durch Sexualverkehr.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Bakterielle Vaginose
 - Aminkolpitis
 - Gardnerella-Vaginitis
 - unspezifische Kolpitis
 - Anaerobiervaginose


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Erreger der bakteriellen Vaginose ist ein Stäbchenbakterium namens Gardnerella vaginalis. Dieses allein ruft jedoch keine Erkrankung hervor, es kann bei etwa 40% der Frauen nachgewiesen werden und verursacht keine Beschwerden. Die Infektion entsteht durch die Mitbeteiligung von weiteren Bakterien in hoher Keimzahl. Dabei liegt ein so genannter Synergismus vor, d.h. die Bakterien fördern gegenseitig ihren Stoffwechsel und wirken dadurch noch stärker krankheitserregend.
Eine erhöhte Anfälligkeit besteht während der Schwangerschaft. Auch durch eine Geburt und operative Eingriffe wie z.B. Eröffnung der Bauchhöhle ist die Gefahr einer Infektion erhöht.
Generell können sich Erreger in der Scheide immer dann ausbreiten, wenn die natürliche Scheidenflora in ihrer Zusammensetzung gestört ist.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
In der Regel ist das einzige Symptom ein grau-weißlicher, dünnflüssiger Scheidenausfluss mit unangenehmem, fischähnlichem Geruch. Juckreiz und Rötung treten meist nicht auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Nach der Diagnosestellung durch den Frauenarzt folgt eine medikamentöse Behandlung.
Es ist unbedingt erforderlich, dass beide Partner behandelt werden. Während der Behandlung darf kein ungeschützter Geschlechtsverkehr ausgeübt werden, um eine ständige gegenseitige Ansteckung zu vermeiden. Die Rezidivrate ist sehr hoch, d.h. bei vielen Patientinnen tritt die Erkrankung immer wieder auf. Eine Regeneration der natürlichen Scheidenflora sollte auf jeden Fall versucht werden, um eine erneute Ausbreitung der Erreger zu verhindern.
Die Therapie ist wichtig, da die Bakterien sonst aufsteigen und schwere Infektionen des oberen Genitalbereichs wie z.B. Eileiter oder Eierstöcke verursachen können. In der Schwangerschaft besteht durch aufsteigende Erreger die Gefahr einer Frühgeburt. Wird bei der Geburt das Neugeborene infiziert, kann dies zu einer Blutvergiftung führen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Andere Scheideninfektionen, z.B. durch Pilze ("Candida-Mykose") oder Trichomonaden äußern sich meist auch durch vaginalen Ausfluss. Die genaue Unterscheidung kann nur der Frauenarzt treffen. Eine exakte Diagnosestellung ist wichtig, damit das richtige Medikament für die Behandlung gefunden werden kann.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Stabilisierung der natürlichen Scheidenflora durch Vaginalzäpfchen die Milchsäure, Lactobakterien oder Vitamin C enthalten. Auch speziellen Waschlotionen für die Intimpflege können zum Erhalt der natürlichen Scheidenflora beitragen.
 - Tragen von kochfester Unterwäsche oder Verwendung eines speziellen, desinfizierenden Zusatzes beim Waschen.
 - Verwendung von Kondomen verhindert, dass die Partner sich immer wieder gegenseitig anstecken und bietet generell guten Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Prostataentzündung ist eine Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata) beim Mann. Jeder zweite Mann erkrankt in seinem Leben daran.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Prostatitis
 - Prostatitis-Syndrom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Sehr oft entwickelt sich die Entzündung der Prostata aus fortgeleiteten Entzündungen der Harnröhre oder Blase. Bakterien im Urin gelangen durch die Harnröhre in die Prostata und können im Gewebe eine Entzündung auslösen.
Jede Manipulation am Harntrakt, etwa die Katheterisierung der Harnblase, sogar Geschlechtsverkehr oder Reitsport können eine Prostatitis auslösen. Auch Fehlbildungen oder Veränderungen am Harntrakt wie die Vorhautverengung oder Verwachsungen können dafür verantwortlich sein. Häufig lösen beim Geschlechtsverkehr übertragene Keime eine Entzündung der Prostata aus.
Entzündungen, etwa der Rachenmandeln oder der Zähne können über den Blutweg eine Prostatitis nach sich ziehen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Wie bei einer Blasenentzündung stehen zunächst ständiger und plötzlicher Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und häufiges Absetzen nur kleiner Harnmengen im Vordergrund.
Dazu kommen:
 - hohes Fieber
 - Schüttelfrost
 - Stuhldrang und Schmerzen beim Stuhlgang
 - Ausfluss aus der Harnröhre
 - Schmerzen in der Dammgegend.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Wird die Prostatitis nicht oder nicht ausreichend behandelt, kommt es oft zur chronischen Prostatitis ohne Fieber. Häufig verläuft diese Erkrankung mit weniger spezifischen Symptomen wie leichtem Kältegefühl, Ziehen oder Spannen im Dammbereich, aber auch Rückenschmerzen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zusammen mit der Prostataentzündung kann es auch zur Entzündung der Harnröhre, der Samenblasen oder der Harnblase mit ähnlichen Symptomen kommen.
Nicht selten lassen sich keine Bakterien in der Urinprobe oder einem Abstrich feststellen. Fehlen noch weitere Zeichen der Entzündung wie Fieber oder die Erhöhung von Entzündungsmarkern im Blut, kann auch eine nicht entzündliche Form der Prostatitis dahinter stecken, die Prostatodynie genannt wird.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Für die akute bakterielle Prostatitis sind Antibiotika das Mittel der Wahl. Deshalb sollte eine Behandlung durch den Hausarzt oder Urologen erfolgen. Eine gute antibiotische Therapie kann auch den Übergang in die chronische Form verhindern.
 - Chronische Formen können mit pflanzlichen durchblutungsfördernden und beruhigenden Präparaten behandelt werden, die auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind.
 - Bei Prostatodynie helfen psychosomatische Behandlungsansätze wie etwa Entspannungsübungen, aber auch Psychotherapie.
 - Die Prostata grenzt direkt an den Enddarm an. Deshalb können bei hartem Stuhlgang und Verstopfung die Beschwerden verschlimmert werden. Zur Aufweichung des Stuhls eignen sich z.B. eingelegte oder gedörrte Pflaumen und Feigen, gekochtes Gemüse, Kleie oder Leinsamen.
 - Vorbeugen kann man, indem man im Schimmbad sofort nach dem Schwimmen die nasse gegen eine trockene Badehose austauscht oder vermeidet auf kalten Böden zu sitzen.

Bearbeitungsstand: 30.07.2012

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Gonorrhoe ist mit weltweit bis zu 60 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste sexuell übertragene Erkrankung. Die Krankheit ist in Deutschland nicht mehr meldepflichtig, obwohl die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren wieder zunimmt. In Deutschland erkrankten im Jahr 2000 fast 2.200 Menschen an Gonorrhoe, drei von vier Erkrankten waren Männer.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Tripper

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Ursache für die Krankheit ist die Ansteckung mit dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken) beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Während der Geburt können infizierte Mütter die Bakterien auch auf ihr Baby übertragen.
Die Gonokokken wachsen innerhalb der Zellen und sind damit gegen viele Antibiotika geschützt.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Jede zehnte Infektion verläuft symptomlos, bei Frauen sogar jede zweite. So kann die Krankheit unwissentlich weitergegeben werden. Symptome treten nach einem bis zu zehn Tagen auf:
Symptome beim Mann: Zunächst kommt es zur Entzündung des vorderen Abschnitts der Harnröhre. Das führt zu:
 - Brennen beim Wasserlassen
 - gelblich-milchigem Ausfluss aus der Harnröhre
 - Rötung der Harnröhrenöffnung an der Eichel des Penis.
Symptome bei der Frau: Die Beschwerden sind in den meisten Fällen milde:
 - Tröpfeln von Urin und leichtes Ziehen (ähnlich einer Blasenentzündung)
 - übel riechender Ausfluss aus der Scheide oder
 - Brennen beim Wasserlassen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Wird Tripper schnell und erfolgreich behandelt, heilt die Entzündung meist folgenlos aus. Wichtig ist aber die Mitbehandlung der Sexualpartner, die sich sonst gegenseitig wieder anstecken können (Ping-Pong-Effekt).
Ohne Behandlung kann die Entzündung weiter aufsteigen und beim Mann zu Entzündung der Prostata, Blase oder Samenblasen und Hoden führen.
Bei Frauen ist Tripper ein häufiger Grund für Unfruchtbarkeit, weil die aufsteigende Entzündung zu Verklebungen der Eileiter führen kann.
Die Infektion kann sich auch über den ganzen Körper ausbreiten und so zu Fieber, Ausschlag, Gelenkschmerzen oder Hirnhautentzündung führen.
Bei Neugeborenen führen Gonokokken zur Infektion der Bindhäute am Auge. Dies ist die häufigste Ursache für Erblindung im Kindesalter. Durch Antibiotikaprophylaxe nach der Geburt ist diese schwere Komplikation jedoch selten geworden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Weitere Erreger können zu einer Entzündung der Harnröhre oder Blase mit ähnlichen Symptomen führen. Klarheit kann nur ein Abstrich des eitrigen Sekrets und die Untersuchung im Labor bringen.

Hausmittel und Verhaltenstipps
Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen. Das schützt vor gefährlichen sexuell übertragbaren Krankheiten und letztlich auch vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Syphilis ist eine sexuell übertragbare Krankheit. Früher gab es schwere Verläufe und Todesfälle. Heute verläuft die Krankheit eher chronisch. Obwohl die Krankheit in Deutschland bereits ausgestorben schien, kommt es in den vergangenen Jahren wieder zum Anstieg der Erkrankungsfälle. In Deutschland ist die Syphilis eine meldepflichtige Erkrankung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - harter Schanker
 - Lues (venerea)
 - Franzosenkrankheit

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Übertragen wird die Krankheit durch das schraubenförmige Bakterium Treponema pallidum. In der Regel wird es beim Geschlechtsverkehr übertragen. Der Erreger kann auch von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Syphilis verläuft typischerweise in Stadien:
 - Syphilis I: Zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung kommt es zu einer Hauterscheinung, die Primärkomplex genannt wird. Meist finden sich an den Geschlechtsorganen, manchmal auch im Mund- und Rachenraum geschwürartige Hautdefekte mit hartem Rand. Sie enthalten große Mengen des Erregers und sind dadurch hochinfektiös. Zusätzlich kommt es zu massivem, aber schmerzlosen Anschwellen von Lymphknoten. Nach mehreren Wochen heilen die Geschwüre auch ohne Behandlung meist unter Narbenbildung ab.
 - Syphilis II: Ohne Behandlung im ersten Stadium kommt es wenige Wochen später zu allgemeinem Krankheitsgefühl, Gelenkschmerzen, Fieber und Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper. Besonders auffällig ist der fleckige Ausschlag am Rumpf, den Handinnenflächen und Fußsohlen sowie später auch an der Mundschleimhaut. Die Symptome in diesem Stadium, besonders der Ausschlag, können sich mehrmals wiederholen - oft jahrelang.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Geschwüre verheilen auch ohne Behandlung meist von selbst. Manchmal entstehen aber auch Abszesse, die dann eröffnet werden müssen und nur langsam ausheilen. Die massiv geschwollenen Leistenlymphknoten können so groß werden, dass sie durch die Haut brechen.
Erst später kommt es auch zur Beteiligung weiterer innerer Organe. Dabei können Haut, große Gefäße, Knochen und im letzten Stadium (Syphilis III:)auch das Gehirn betroffen sein. Es kommt zu fortschreitenden Lähmungen durch Zerstörung von Hirnsubstanz und Rückenmark. Dieses letzte Stadium ist heute sehr selten.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Massiv geschwollene Leistenlymphknoten treten auch bei Lymphogranuloma venereum oder dem Ulcus molle, zwei weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten, auf. Geschwürartige Hautdefekte können auch von Herpesviren verursacht werden. Der erfahrene Hautarzt kann die Diagnose üblicherweise nach dem klinischen Erscheinungsbild stellen.

Hausmittel und Verhaltenstipps
Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen. Das schützt vor gefährlichen sexuell übertragbaren Krankheiten und letztlich auch vor einer ungewollten Schwangerschaft.
Durch die Übertragung über die Gebärmutter sind ungeborene Kinder in der Frühschwangerschaft besonders gefährdet. Deshalb wird in den Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere auch ein TPHA-Test empfohlen, der die Syphilis-Erreger sicher nachweisen kann.
Die Therapie ist schwierig und langwierig, weil sich die Treponemen recht langsam vermehren und nur während der Zellteilung mit Antibiotika bekämpft werden können. Deshalb sind hohe Wirkspiegel über einen langen Zeitraum erforderlich. Auch die Partner der Erkrankten müssen mitbehandelt werden.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Granuloma venereum ist eine sexuell übertragbare Hauterkrankung. Die Erkrankung kommt fast ausschließlich in Brasilien, Papua-Neuguinea, Südostindien und Südafrika vor.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Granuloma inguinale
 - Donovanose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr wird das Bakterium Calymmatobacterium granulomatis übertragen. Das Bakterium löst eine Entzündungsreaktion des Körpers aus, der versucht den Keim mit Entzündungszellen abzuschotten (Granulom).
Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Sieben Tage bis fünf Monate nach der Ansteckung bilden sich meist mehrere kleine, harte Knötchen, die jucken können. Bei Frauen sind meistens die Schamlippen betroffen, diese schwellen an. Bei Männern ist der Penis befallen.
Auch in der Dammgegend und am After können Knötchen entstehen. Seltener treten sie im Mund, Hals oder Gesicht auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Knötchen zerfallen rasch und wandeln sich in Geschwüre, die handtellergroß werden und bis in die Tiefe des Gewebes reichen können.
Außerdem können sich die Geschwüre mit anderen Bakterien infizieren, vor allem, wenn sie nicht fachgerecht versorgt wurden.
Durch das schnelle Wachstum der Geschwüre kann es zu ausgeprägten Verstümmelungen kommen. Oft entstehen Narben.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Eine große Anzahl von Erkrankungen geht ähnlich wie das Granuloma venereum mit Knötchen einher. Besonders nach Aufenthalten in den genannten tropischen Urlaubsländern, nach sexuellen Kontakten und bei Auftreten der Geschwüre ist an diese Erkrankung zu denken. Die Geschwüre könnten unter Umständen auch mit Hautkrebs verwechselt werden, der jedoch im Genitalbereich praktisch nicht auftritt.

Hausmittel und Verhaltenstipps
Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen. Das schützt vor gefährlichen sexuell übertragbaren Krankheiten und letztlich auch vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangabe:
CRM, CRM-Handbuch Reisemedizin, (2012)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Durchfall spricht der Arzt, wenn mehr als drei Mal am Tag weicher bis flüssiger Stuhl abgesetzt wird und die Stuhlmenge über den Tag erhöht ist. Durchfall kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Diarrhoe, Diarrhö

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Laufe eines Tages nehmen wir etwa zwei Liter Flüssigkeit zu uns, etwa sieben Liter produziert der Körper selbst in Form von Verdauungssäften. Die normale Aufgabe des Darmes ist, dem Nahrungsbrei auf seinem Weg durch den Körper 98 % dieses Wassers wieder zu entziehen, so dass der tägliche Stuhl nur 100 bis 200 Milliliter Wasser enthält. Gelingt dies nicht oder nicht vollständig, kommt es zu Durchfall. Dabei können dem Durchfall verschiedene Mechanismen zu Grunde liegen.
Durch einen großen Anteil von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, Milchzucker oder künstliche Süßstoffe in der Nahrung kann es zum Wassereinstrom in den Darm kommen. So wie in der Küche Soßen mit Mehl oder Stärke gebunden werden, "saugen" die Kohlenhydrate Wasser in den Darm. Grund für eine Ansammlung der Kohlenhydrate im Darm kann sein, dass spezielle Transportmechanismen, die normalerweise die Kohlenhydrate vom Darm ins Blut befördern, nicht richtig funktionieren. Werden die Kohlenhydrate dann von Darmbakterien verarbeitet, kommt es zusätzlich zur Gasbildung (Flatulenz).
Auch viele Bakterien oder Viren können mit von ihnen produzierten Giftstoffen (Toxinen) Transportmechanismen im Darm beeinflussen, was zum Wassereinstrom in den Darm führt. Dadurch kommt es zu häufigen und wässrigen Durchfällen, in der Regel ohne Fieber. Auch Entzündungsreaktionen im Darm können sich mit Durchfall bemerkbar machen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Der überwiegende Anteil von Durchfallerkrankungen wird durch einen übertragbaren Erreger ausgelöst. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Stammen diese aus der Nahrung, spricht man auch von Nahrungsmittelvergiftung. Hier kommt es Stunden nach dem Essen zu plötzlichem Brechdurchfall.
 - Bei Aufenthalt in den Tropen können Parasiten zu ähnlichen Beschwerden führen.
 - Neben dem nahrungsbedingten und durch Giftstoffe hervorgerufenen Durchfall können Mittel gegen Verstopfung, so genannte Laxantien, Ursache von Durchfall sein.
 - Einige Medikamente, darunter die häufig verschriebenen Breitspektrum-Antibiotika, können Durchfall verursachen. In diesem Fall tötet das Antibiotikum auch die darmeigenen Bakterien ab: Das ist die große Stunde fremder Bakterien, denen das Antibiotikum nicht schadet. Im gesunden Körper werden sie durch körpereigene Bakterien verdrängt und lösen keine Krankheiten aus. Ohne deren Konkurrenz beginnen sie jedoch zu wachsen und führen mit ihren Giftstoffen zu Durchfall.
 - Nach Operationen des Darms kann möglicherweise dem Nahrungsbrei nicht mehr ausreichend Wasser entzogen werden.
 - Eine seltene Ursache für Durchfall ist der Mangel an einem Enzym, das Milchzucker (Lactose) abbaut. Dann sprechen Mediziner von einer Lactoseintoleranz oder einem Lactasemangel.
 - Wenn keine Ursache für Durchfall gefunden werden kann, spricht man von einem Reizdarmsyndrom. Auch chronische Darminfektionen oder Immunschwäche führen in ihrem Verlauf zu Durchfall.
 - In manchen Fällen ist Durchfall die Folge lebensbedrohlicher Vergiftungen mit Arsen, Quecksilber oder Pilzgiften.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit. Deshalb sollte so viel wie möglich getrunken werden, am besten mineralstoffreiches Wasser oder Säfte.
 - Gegen Durchfall können auch geriebener Apfel oder Trockenfrüchte helfen.
 - Vom beliebten Tipp "Salzstangen und Cola" muss abgeraten werden. Grundsätzlich braucht der Körper zwar Mineralstoffe und Zucker, aber Salzstangen und Cola enthalten sie in einem ungünstigen Verhältnis. Besser sind spezielle Mineralstoffkombinationen aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Mineralsalzen (Elektrolyten) enthalten.
 - Bei Kindern oder älteren Menschen, die die Menge an verlorener Flüssigkeit nicht mehr durch Trinken ersetzen können, ist möglicherweise eine Flüssigkeitsgabe über die Vene (Infusion) erforderlich. In diesen Fällen sollte deshalb ein Arzt hinzugezogen werden.
 - Wenn der Stuhl Blut enthält oder ein schweres Krankheitsgefühl besteht, muss Durchfall vom Arzt behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Cholera ist eine Durchfallerkrankung, die durch die Ansteckung mit Bakterien entsteht und vor allem in Ländern mit niedrigen Hygienestandards auftritt. Mehr als sechs Millionen Menschen erkranken, 100000 sterben jährlich daran. In den vergangenen 120 Jahren gab es sieben große regional begrenzte Cholera-Seuchen, eine davon in Hamburg. Voraussetzung für die Cholera-Erkrankung sind heute schlechte hygienische Zustände und ein bereits geschwächtes Immunsystem. Deshalb befällt Cholera kaum Touristen.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Der Erreger der Cholera, Vibrio cholerae, ist ein im Wasser lebendes Bakterium. Man kann sich durch verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel, vor allem Meeresfrüchte, anstecken.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
 - Bei vielen Infizierten macht sich eine Cholera-Infektion gar nicht bemerkbar. Die Gefahr dabei ist, dass der Infizierte dadurch noch weitere Menschen anstecken kann.
 - Bei einem bestimmten Erregertyp verläuft Cholera mit leichtem bis mittleren Durchfall, der Stunden bis Tage nach der Infektion auftritt. Dabei lässt sich der Durchfall nicht von anderen Formen des Durchfalls unterscheiden.
 - Das klassische Zeichen von Cholera ist der reiswasserartige Durchfall, also milchig-weiß gefärbter, dünner Stuhlgang, der 20- bis 30mal pro Tag auftritt. Das Erkrankungsbild ist dramatisch: Neben dem ständigen, massiven Durchfall kommt es zu Erbrechen, Wadenkrämpfen, Blutdruckabfall und schließlich Bewusstlosigkeit. Manchmal sinkt die Körpertemperatur bis auf 20347C ab.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Erreger der Cholera produziert einen Giftstoff (Toxin), der den Zellstoffwechsel der Darmzellen durcheinander bringt. Ähnlich wie Mittel gegen Verstopfung erhöhen die Choleratoxine die Konzentration eines körpereigenen Signalstoffs, der den Einstrom von Chlorid-Ionen, Natrium-Ionen und in der Folge auch Wasser in den Darm verursacht. Was bei Mitteln gegen Verstopfung kontrolliert geschieht, ist bei der schweren Form der Cholera völlig außer Kontrolle: In einer Stunde kann so bis zu ein Liter Wasser durch den Darm verloren gehen. Dadurch kommt es zum Mangel an wichtigen Mineralstoffen (Elektrolyte), was zu Krämpfen führt.
Durch den hohen Wasserverlust kommt es schnell zu Blutdruckabfall und erhöhtem Pulsschlag. Der Arzt nennt diesen Zustand einen Schock. Der Schock ist ein ernstes Krankheitsbild, weil durch längere Zeit im Schockzustand auch andere Organe geschädigt werden, zum Beispiel die Niere. Deshalb ist eine schnelle Behebung des Flüssigkeits- und Mineralstoffmangels durch die Vene (Infusionen) erforderlich.
Bereits durch Trinken einer speziellen Mineralstoffkombination aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Elektrolyten enthält, wird der Verlauf der Erkrankung gemildert.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Viele andere ansteckende Darmerkrankungen haben Durchfall als Symptom. Wenngleich der Reiswasserstuhl nahezu beweisend für die Cholera ist, können bei weniger schweren Formen auch andere Infektionserreger, etwa Salmonellen, zu Grunde liegen. Die Salmonelleninfektion tritt ähnlich schnell und plötzlich wie Cholera auf.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Allgemeine Hygienemaßnahmen reichen zur Prävention der Cholera aus.
 - Cholera muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Daneben muss bereits der Verdacht auf eine Cholera-Infektion den Behörden gemeldet werden.
 - Gegen Cholera kann man sich schützen. Eine Impfung bietet zumindest teilweise Schutz vor der Cholerainfektion. Leider ist sie schlecht verträglich und hält nur bis zu einem halben Jahr an. Empfohlen wird die Impfung deshalb nur, wenn sie für das Reiseland vorgeschrieben ist.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Durchfall spricht der Arzt, wenn mehr als drei Mal am Tag weicher bis flüssiger Stuhl abgesetzt wird und die Stuhlmenge über den Tag erhöht ist. Durchfall kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Diarrhoe, Diarrhö

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Laufe eines Tages nehmen wir etwa zwei Liter Flüssigkeit zu uns, etwa sieben Liter produziert der Körper selbst in Form von Verdauungssäften. Die normale Aufgabe des Darmes ist, dem Nahrungsbrei auf seinem Weg durch den Körper 98 % dieses Wassers wieder zu entziehen, so dass der tägliche Stuhl nur 100 bis 200 Milliliter Wasser enthält. Gelingt dies nicht oder nicht vollständig, kommt es zu Durchfall. Dabei können dem Durchfall verschiedene Mechanismen zu Grunde liegen.
Durch einen großen Anteil von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, Milchzucker oder künstliche Süßstoffe in der Nahrung kann es zum Wassereinstrom in den Darm kommen. So wie in der Küche Soßen mit Mehl oder Stärke gebunden werden, "saugen" die Kohlenhydrate Wasser in den Darm. Grund für eine Ansammlung der Kohlenhydrate im Darm kann sein, dass spezielle Transportmechanismen, die normalerweise die Kohlenhydrate vom Darm ins Blut befördern, nicht richtig funktionieren. Werden die Kohlenhydrate dann von Darmbakterien verarbeitet, kommt es zusätzlich zur Gasbildung (Flatulenz).
Auch viele Bakterien oder Viren können mit von ihnen produzierten Giftstoffen (Toxinen) Transportmechanismen im Darm beeinflussen, was zum Wassereinstrom in den Darm führt. Dadurch kommt es zu häufigen und wässrigen Durchfällen, in der Regel ohne Fieber. Auch Entzündungsreaktionen im Darm können sich mit Durchfall bemerkbar machen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Der überwiegende Anteil von Durchfallerkrankungen wird durch einen übertragbaren Erreger ausgelöst. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Stammen diese aus der Nahrung, spricht man auch von Nahrungsmittelvergiftung. Hier kommt es Stunden nach dem Essen zu plötzlichem Brechdurchfall.
 - Bei Aufenthalt in den Tropen können Parasiten zu ähnlichen Beschwerden führen.
 - Neben dem nahrungsbedingten und durch Giftstoffe hervorgerufenen Durchfall können Mittel gegen Verstopfung, so genannte Laxantien, Ursache von Durchfall sein.
 - Einige Medikamente, darunter die häufig verschriebenen Breitspektrum-Antibiotika, können Durchfall verursachen. In diesem Fall tötet das Antibiotikum auch die darmeigenen Bakterien ab: Das ist die große Stunde fremder Bakterien, denen das Antibiotikum nicht schadet. Im gesunden Körper werden sie durch körpereigene Bakterien verdrängt und lösen keine Krankheiten aus. Ohne deren Konkurrenz beginnen sie jedoch zu wachsen und führen mit ihren Giftstoffen zu Durchfall.
 - Nach Operationen des Darms kann möglicherweise dem Nahrungsbrei nicht mehr ausreichend Wasser entzogen werden.
 - Eine seltene Ursache für Durchfall ist der Mangel an einem Enzym, das Milchzucker (Lactose) abbaut. Dann sprechen Mediziner von einer Lactoseintoleranz oder einem Lactasemangel.
 - Wenn keine Ursache für Durchfall gefunden werden kann, spricht man von einem Reizdarmsyndrom. Auch chronische Darminfektionen oder Immunschwäche führen in ihrem Verlauf zu Durchfall.
 - In manchen Fällen ist Durchfall die Folge lebensbedrohlicher Vergiftungen mit Arsen, Quecksilber oder Pilzgiften.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit. Deshalb sollte so viel wie möglich getrunken werden, am besten mineralstoffreiches Wasser oder Säfte.
 - Gegen Durchfall können auch geriebener Apfel oder Trockenfrüchte helfen.
 - Vom beliebten Tipp "Salzstangen und Cola" muss abgeraten werden. Grundsätzlich braucht der Körper zwar Mineralstoffe und Zucker, aber Salzstangen und Cola enthalten sie in einem ungünstigen Verhältnis. Besser sind spezielle Mineralstoffkombinationen aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Mineralsalzen (Elektrolyten) enthalten.
 - Bei Kindern oder älteren Menschen, die die Menge an verlorener Flüssigkeit nicht mehr durch Trinken ersetzen können, ist möglicherweise eine Flüssigkeitsgabe über die Vene (Infusion) erforderlich. In diesen Fällen sollte deshalb ein Arzt hinzugezogen werden.
 - Wenn der Stuhl Blut enthält oder ein schweres Krankheitsgefühl besteht, muss Durchfall vom Arzt behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Durchfall spricht der Arzt, wenn mehr als drei Mal am Tag weicher bis flüssiger Stuhl abgesetzt wird und die Stuhlmenge über den Tag erhöht ist. Durchfall kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Diarrhoe, Diarrhö

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Laufe eines Tages nehmen wir etwa zwei Liter Flüssigkeit zu uns, etwa sieben Liter produziert der Körper selbst in Form von Verdauungssäften. Die normale Aufgabe des Darmes ist, dem Nahrungsbrei auf seinem Weg durch den Körper 98 % dieses Wassers wieder zu entziehen, so dass der tägliche Stuhl nur 100 bis 200 Milliliter Wasser enthält. Gelingt dies nicht oder nicht vollständig, kommt es zu Durchfall. Dabei können dem Durchfall verschiedene Mechanismen zu Grunde liegen.
Durch einen großen Anteil von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, Milchzucker oder künstliche Süßstoffe in der Nahrung kann es zum Wassereinstrom in den Darm kommen. So wie in der Küche Soßen mit Mehl oder Stärke gebunden werden, "saugen" die Kohlenhydrate Wasser in den Darm. Grund für eine Ansammlung der Kohlenhydrate im Darm kann sein, dass spezielle Transportmechanismen, die normalerweise die Kohlenhydrate vom Darm ins Blut befördern, nicht richtig funktionieren. Werden die Kohlenhydrate dann von Darmbakterien verarbeitet, kommt es zusätzlich zur Gasbildung (Flatulenz).
Auch viele Bakterien oder Viren können mit von ihnen produzierten Giftstoffen (Toxinen) Transportmechanismen im Darm beeinflussen, was zum Wassereinstrom in den Darm führt. Dadurch kommt es zu häufigen und wässrigen Durchfällen, in der Regel ohne Fieber. Auch Entzündungsreaktionen im Darm können sich mit Durchfall bemerkbar machen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Der überwiegende Anteil von Durchfallerkrankungen wird durch einen übertragbaren Erreger ausgelöst. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Stammen diese aus der Nahrung, spricht man auch von Nahrungsmittelvergiftung. Hier kommt es Stunden nach dem Essen zu plötzlichem Brechdurchfall.
 - Bei Aufenthalt in den Tropen können Parasiten zu ähnlichen Beschwerden führen.
 - Neben dem nahrungsbedingten und durch Giftstoffe hervorgerufenen Durchfall können Mittel gegen Verstopfung, so genannte Laxantien, Ursache von Durchfall sein.
 - Einige Medikamente, darunter die häufig verschriebenen Breitspektrum-Antibiotika, können Durchfall verursachen. In diesem Fall tötet das Antibiotikum auch die darmeigenen Bakterien ab: Das ist die große Stunde fremder Bakterien, denen das Antibiotikum nicht schadet. Im gesunden Körper werden sie durch körpereigene Bakterien verdrängt und lösen keine Krankheiten aus. Ohne deren Konkurrenz beginnen sie jedoch zu wachsen und führen mit ihren Giftstoffen zu Durchfall.
 - Nach Operationen des Darms kann möglicherweise dem Nahrungsbrei nicht mehr ausreichend Wasser entzogen werden.
 - Eine seltene Ursache für Durchfall ist der Mangel an einem Enzym, das Milchzucker (Lactose) abbaut. Dann sprechen Mediziner von einer Lactoseintoleranz oder einem Lactasemangel.
 - Wenn keine Ursache für Durchfall gefunden werden kann, spricht man von einem Reizdarmsyndrom. Auch chronische Darminfektionen oder Immunschwäche führen in ihrem Verlauf zu Durchfall.
 - In manchen Fällen ist Durchfall die Folge lebensbedrohlicher Vergiftungen mit Arsen, Quecksilber oder Pilzgiften.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit. Deshalb sollte so viel wie möglich getrunken werden, am besten mineralstoffreiches Wasser oder Säfte.
 - Gegen Durchfall können auch geriebener Apfel oder Trockenfrüchte helfen.
 - Vom beliebten Tipp "Salzstangen und Cola" muss abgeraten werden. Grundsätzlich braucht der Körper zwar Mineralstoffe und Zucker, aber Salzstangen und Cola enthalten sie in einem ungünstigen Verhältnis. Besser sind spezielle Mineralstoffkombinationen aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Mineralsalzen (Elektrolyten) enthalten.
 - Bei Kindern oder älteren Menschen, die die Menge an verlorener Flüssigkeit nicht mehr durch Trinken ersetzen können, ist möglicherweise eine Flüssigkeitsgabe über die Vene (Infusion) erforderlich. In diesen Fällen sollte deshalb ein Arzt hinzugezogen werden.
 - Wenn der Stuhl Blut enthält oder ein schweres Krankheitsgefühl besteht, muss Durchfall vom Arzt behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Durchfall spricht der Arzt, wenn mehr als drei Mal am Tag weicher bis flüssiger Stuhl abgesetzt wird und die Stuhlmenge über den Tag erhöht ist. Durchfall kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Diarrhoe, Diarrhö

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Laufe eines Tages nehmen wir etwa zwei Liter Flüssigkeit zu uns, etwa sieben Liter produziert der Körper selbst in Form von Verdauungssäften. Die normale Aufgabe des Darmes ist, dem Nahrungsbrei auf seinem Weg durch den Körper 98 % dieses Wassers wieder zu entziehen, so dass der tägliche Stuhl nur 100 bis 200 Milliliter Wasser enthält. Gelingt dies nicht oder nicht vollständig, kommt es zu Durchfall. Dabei können dem Durchfall verschiedene Mechanismen zu Grunde liegen.
Durch einen großen Anteil von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, Milchzucker oder künstliche Süßstoffe in der Nahrung kann es zum Wassereinstrom in den Darm kommen. So wie in der Küche Soßen mit Mehl oder Stärke gebunden werden, "saugen" die Kohlenhydrate Wasser in den Darm. Grund für eine Ansammlung der Kohlenhydrate im Darm kann sein, dass spezielle Transportmechanismen, die normalerweise die Kohlenhydrate vom Darm ins Blut befördern, nicht richtig funktionieren. Werden die Kohlenhydrate dann von Darmbakterien verarbeitet, kommt es zusätzlich zur Gasbildung (Flatulenz).
Auch viele Bakterien oder Viren können mit von ihnen produzierten Giftstoffen (Toxinen) Transportmechanismen im Darm beeinflussen, was zum Wassereinstrom in den Darm führt. Dadurch kommt es zu häufigen und wässrigen Durchfällen, in der Regel ohne Fieber. Auch Entzündungsreaktionen im Darm können sich mit Durchfall bemerkbar machen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Der überwiegende Anteil von Durchfallerkrankungen wird durch einen übertragbaren Erreger ausgelöst. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Stammen diese aus der Nahrung, spricht man auch von Nahrungsmittelvergiftung. Hier kommt es Stunden nach dem Essen zu plötzlichem Brechdurchfall.
 - Bei Aufenthalt in den Tropen können Parasiten zu ähnlichen Beschwerden führen.
 - Neben dem nahrungsbedingten und durch Giftstoffe hervorgerufenen Durchfall können Mittel gegen Verstopfung, so genannte Laxantien, Ursache von Durchfall sein.
 - Einige Medikamente, darunter die häufig verschriebenen Breitspektrum-Antibiotika, können Durchfall verursachen. In diesem Fall tötet das Antibiotikum auch die darmeigenen Bakterien ab: Das ist die große Stunde fremder Bakterien, denen das Antibiotikum nicht schadet. Im gesunden Körper werden sie durch körpereigene Bakterien verdrängt und lösen keine Krankheiten aus. Ohne deren Konkurrenz beginnen sie jedoch zu wachsen und führen mit ihren Giftstoffen zu Durchfall.
 - Nach Operationen des Darms kann möglicherweise dem Nahrungsbrei nicht mehr ausreichend Wasser entzogen werden.
 - Eine seltene Ursache für Durchfall ist der Mangel an einem Enzym, das Milchzucker (Lactose) abbaut. Dann sprechen Mediziner von einer Lactoseintoleranz oder einem Lactasemangel.
 - Wenn keine Ursache für Durchfall gefunden werden kann, spricht man von einem Reizdarmsyndrom. Auch chronische Darminfektionen oder Immunschwäche führen in ihrem Verlauf zu Durchfall.
 - In manchen Fällen ist Durchfall die Folge lebensbedrohlicher Vergiftungen mit Arsen, Quecksilber oder Pilzgiften.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit. Deshalb sollte so viel wie möglich getrunken werden, am besten mineralstoffreiches Wasser oder Säfte.
 - Gegen Durchfall können auch geriebener Apfel oder Trockenfrüchte helfen.
 - Vom beliebten Tipp "Salzstangen und Cola" muss abgeraten werden. Grundsätzlich braucht der Körper zwar Mineralstoffe und Zucker, aber Salzstangen und Cola enthalten sie in einem ungünstigen Verhältnis. Besser sind spezielle Mineralstoffkombinationen aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Mineralsalzen (Elektrolyten) enthalten.
 - Bei Kindern oder älteren Menschen, die die Menge an verlorener Flüssigkeit nicht mehr durch Trinken ersetzen können, ist möglicherweise eine Flüssigkeitsgabe über die Vene (Infusion) erforderlich. In diesen Fällen sollte deshalb ein Arzt hinzugezogen werden.
 - Wenn der Stuhl Blut enthält oder ein schweres Krankheitsgefühl besteht, muss Durchfall vom Arzt behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Durchfall spricht der Arzt, wenn mehr als drei Mal am Tag weicher bis flüssiger Stuhl abgesetzt wird und die Stuhlmenge über den Tag erhöht ist. Durchfall kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Diarrhoe, Diarrhö

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Laufe eines Tages nehmen wir etwa zwei Liter Flüssigkeit zu uns, etwa sieben Liter produziert der Körper selbst in Form von Verdauungssäften. Die normale Aufgabe des Darmes ist, dem Nahrungsbrei auf seinem Weg durch den Körper 98 % dieses Wassers wieder zu entziehen, so dass der tägliche Stuhl nur 100 bis 200 Milliliter Wasser enthält. Gelingt dies nicht oder nicht vollständig, kommt es zu Durchfall. Dabei können dem Durchfall verschiedene Mechanismen zu Grunde liegen.
Durch einen großen Anteil von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, Milchzucker oder künstliche Süßstoffe in der Nahrung kann es zum Wassereinstrom in den Darm kommen. So wie in der Küche Soßen mit Mehl oder Stärke gebunden werden, "saugen" die Kohlenhydrate Wasser in den Darm. Grund für eine Ansammlung der Kohlenhydrate im Darm kann sein, dass spezielle Transportmechanismen, die normalerweise die Kohlenhydrate vom Darm ins Blut befördern, nicht richtig funktionieren. Werden die Kohlenhydrate dann von Darmbakterien verarbeitet, kommt es zusätzlich zur Gasbildung (Flatulenz).
Auch viele Bakterien oder Viren können mit von ihnen produzierten Giftstoffen (Toxinen) Transportmechanismen im Darm beeinflussen, was zum Wassereinstrom in den Darm führt. Dadurch kommt es zu häufigen und wässrigen Durchfällen, in der Regel ohne Fieber. Auch Entzündungsreaktionen im Darm können sich mit Durchfall bemerkbar machen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Der überwiegende Anteil von Durchfallerkrankungen wird durch einen übertragbaren Erreger ausgelöst. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Stammen diese aus der Nahrung, spricht man auch von Nahrungsmittelvergiftung. Hier kommt es Stunden nach dem Essen zu plötzlichem Brechdurchfall.
 - Bei Aufenthalt in den Tropen können Parasiten zu ähnlichen Beschwerden führen.
 - Neben dem nahrungsbedingten und durch Giftstoffe hervorgerufenen Durchfall können Mittel gegen Verstopfung, so genannte Laxantien, Ursache von Durchfall sein.
 - Einige Medikamente, darunter die häufig verschriebenen Breitspektrum-Antibiotika, können Durchfall verursachen. In diesem Fall tötet das Antibiotikum auch die darmeigenen Bakterien ab: Das ist die große Stunde fremder Bakterien, denen das Antibiotikum nicht schadet. Im gesunden Körper werden sie durch körpereigene Bakterien verdrängt und lösen keine Krankheiten aus. Ohne deren Konkurrenz beginnen sie jedoch zu wachsen und führen mit ihren Giftstoffen zu Durchfall.
 - Nach Operationen des Darms kann möglicherweise dem Nahrungsbrei nicht mehr ausreichend Wasser entzogen werden.
 - Eine seltene Ursache für Durchfall ist der Mangel an einem Enzym, das Milchzucker (Lactose) abbaut. Dann sprechen Mediziner von einer Lactoseintoleranz oder einem Lactasemangel.
 - Wenn keine Ursache für Durchfall gefunden werden kann, spricht man von einem Reizdarmsyndrom. Auch chronische Darminfektionen oder Immunschwäche führen in ihrem Verlauf zu Durchfall.
 - In manchen Fällen ist Durchfall die Folge lebensbedrohlicher Vergiftungen mit Arsen, Quecksilber oder Pilzgiften.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit. Deshalb sollte so viel wie möglich getrunken werden, am besten mineralstoffreiches Wasser oder Säfte.
 - Gegen Durchfall können auch geriebener Apfel oder Trockenfrüchte helfen.
 - Vom beliebten Tipp "Salzstangen und Cola" muss abgeraten werden. Grundsätzlich braucht der Körper zwar Mineralstoffe und Zucker, aber Salzstangen und Cola enthalten sie in einem ungünstigen Verhältnis. Besser sind spezielle Mineralstoffkombinationen aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Mineralsalzen (Elektrolyten) enthalten.
 - Bei Kindern oder älteren Menschen, die die Menge an verlorener Flüssigkeit nicht mehr durch Trinken ersetzen können, ist möglicherweise eine Flüssigkeitsgabe über die Vene (Infusion) erforderlich. In diesen Fällen sollte deshalb ein Arzt hinzugezogen werden.
 - Wenn der Stuhl Blut enthält oder ein schweres Krankheitsgefühl besteht, muss Durchfall vom Arzt behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Zöliakie ist eine Erkrankung des oberen Dünndarms. Sie tritt im Kindesalter auf und wird durch eine Überempfindlichkeit gegenüber dem in allen Getreidesorten vorkommenden Klebereiweiß Gluten ausgelöst.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Glutensensitive Enteropathie im Kindesalter
 - Sprue (bei Auftreten der Erkrankung im Erwachsenenalter)
 - Idiopathische Steatorrhö
 - Intestinaler Infantilismus

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Dünndarmschleimhaut betroffener Kinder reagiert überempfindlich auf das Klebereiweiß Gluten, das in allen Getreidesorten vorkommt. Ob diese Überempfindlichkeit auf einen angeborenen Enzymmangel oder auf eine allergische Reaktion zurückgeht, ist bislang ungeklärt. Fest steht, dass der Kontakt mit Gluten schwerwiegende Veränderungen der Dünndarmschleimhaut auslöst und ihre Funktion bei der Verdauung und Nährstoffaufnahme erheblich beeinträchtigt. Tritt die Erkrankung im Erwachsenenalter auf, wird sie als Sprue bezeichnet.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Durch die Schädigung der Dünndarmschleimhaut treten starke Blähungen, fetthaltige Stuhlgänge und massive Durchfälle auf. Die erkrankten Kinder verlieren deutlich an Gewicht und leiden unter allgemeiner Schwäche.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei schweren Formen kommt es zu einem ausgeprägten Mangel an Eiweißen, Fetten, Eisen und anderen Mineralien wie auch Vitaminen. Charakteristisch sind ein vorgewölbter und stark aufgetriebener Bauch sowie Wasseransammlungen in den Beinen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, entwickeln sich immer häufiger stark wässrige und sehr heftige Durchfälle, die zu lebensbedrohlichen Wasser- und Mineralstoffverlusten führen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), Magersucht (Anorexia nervosa) oder chronisch verlaufende Darmerkrankungen wie Morbus Crohn rufen ähnliche Symptome hervor. Dies gilt ebenso für fortschreitende Lebererkrankungen wie die Leberzirrhose.

Verhaltenstipps
Weizen, Roggen, Hafer und Gerste enthalten Klebereiweiß und sind vollständig und lebenslänglich zu meiden. Hingegen dürfen Mais, Reis, Hirse, Kartoffeln, Buchweizen und Sojamehl als Nahrungsmittel zugeführt werden.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Durchfall spricht der Arzt, wenn mehr als drei Mal am Tag weicher bis flüssiger Stuhl abgesetzt wird und die Stuhlmenge über den Tag erhöht ist. Durchfall kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Diarrhoe, Diarrhö

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Laufe eines Tages nehmen wir etwa zwei Liter Flüssigkeit zu uns, etwa sieben Liter produziert der Körper selbst in Form von Verdauungssäften. Die normale Aufgabe des Darmes ist, dem Nahrungsbrei auf seinem Weg durch den Körper 98 % dieses Wassers wieder zu entziehen, so dass der tägliche Stuhl nur 100 bis 200 Milliliter Wasser enthält. Gelingt dies nicht oder nicht vollständig, kommt es zu Durchfall. Dabei können dem Durchfall verschiedene Mechanismen zu Grunde liegen.
Durch einen großen Anteil von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, Milchzucker oder künstliche Süßstoffe in der Nahrung kann es zum Wassereinstrom in den Darm kommen. So wie in der Küche Soßen mit Mehl oder Stärke gebunden werden, "saugen" die Kohlenhydrate Wasser in den Darm. Grund für eine Ansammlung der Kohlenhydrate im Darm kann sein, dass spezielle Transportmechanismen, die normalerweise die Kohlenhydrate vom Darm ins Blut befördern, nicht richtig funktionieren. Werden die Kohlenhydrate dann von Darmbakterien verarbeitet, kommt es zusätzlich zur Gasbildung (Flatulenz).
Auch viele Bakterien oder Viren können mit von ihnen produzierten Giftstoffen (Toxinen) Transportmechanismen im Darm beeinflussen, was zum Wassereinstrom in den Darm führt. Dadurch kommt es zu häufigen und wässrigen Durchfällen, in der Regel ohne Fieber. Auch Entzündungsreaktionen im Darm können sich mit Durchfall bemerkbar machen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Der überwiegende Anteil von Durchfallerkrankungen wird durch einen übertragbaren Erreger ausgelöst. Meistens handelt es sich dabei um Bakterien. Stammen diese aus der Nahrung, spricht man auch von Nahrungsmittelvergiftung. Hier kommt es Stunden nach dem Essen zu plötzlichem Brechdurchfall.
 - Bei Aufenthalt in den Tropen können Parasiten zu ähnlichen Beschwerden führen.
 - Neben dem nahrungsbedingten und durch Giftstoffe hervorgerufenen Durchfall können Mittel gegen Verstopfung, so genannte Laxantien, Ursache von Durchfall sein.
 - Einige Medikamente, darunter die häufig verschriebenen Breitspektrum-Antibiotika, können Durchfall verursachen. In diesem Fall tötet das Antibiotikum auch die darmeigenen Bakterien ab: Das ist die große Stunde fremder Bakterien, denen das Antibiotikum nicht schadet. Im gesunden Körper werden sie durch körpereigene Bakterien verdrängt und lösen keine Krankheiten aus. Ohne deren Konkurrenz beginnen sie jedoch zu wachsen und führen mit ihren Giftstoffen zu Durchfall.
 - Nach Operationen des Darms kann möglicherweise dem Nahrungsbrei nicht mehr ausreichend Wasser entzogen werden.
 - Eine seltene Ursache für Durchfall ist der Mangel an einem Enzym, das Milchzucker (Lactose) abbaut. Dann sprechen Mediziner von einer Lactoseintoleranz oder einem Lactasemangel.
 - Wenn keine Ursache für Durchfall gefunden werden kann, spricht man von einem Reizdarmsyndrom. Auch chronische Darminfektionen oder Immunschwäche führen in ihrem Verlauf zu Durchfall.
 - In manchen Fällen ist Durchfall die Folge lebensbedrohlicher Vergiftungen mit Arsen, Quecksilber oder Pilzgiften.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist der Ersatz verloren gegangener Flüssigkeit. Deshalb sollte so viel wie möglich getrunken werden, am besten mineralstoffreiches Wasser oder Säfte.
 - Gegen Durchfall können auch geriebener Apfel oder Trockenfrüchte helfen.
 - Vom beliebten Tipp "Salzstangen und Cola" muss abgeraten werden. Grundsätzlich braucht der Körper zwar Mineralstoffe und Zucker, aber Salzstangen und Cola enthalten sie in einem ungünstigen Verhältnis. Besser sind spezielle Mineralstoffkombinationen aus der Apotheke, die die für den Körper ideale Zusammensetzung an Mineralsalzen (Elektrolyten) enthalten.
 - Bei Kindern oder älteren Menschen, die die Menge an verlorener Flüssigkeit nicht mehr durch Trinken ersetzen können, ist möglicherweise eine Flüssigkeitsgabe über die Vene (Infusion) erforderlich. In diesen Fällen sollte deshalb ein Arzt hinzugezogen werden.
 - Wenn der Stuhl Blut enthält oder ein schweres Krankheitsgefühl besteht, muss Durchfall vom Arzt behandelt werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Entzündung der Gallenblase, meist ausgelöst durch Gallensteine.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Cholezystitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Gallenblasenentzündungen gibt es, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen nur, wenn Gallensteine vorhanden sind. Diese reizen die Gallenblasenwand. Zusätzlich vorhandene Bakterien, die aus dem Darm oder dem Blut in die Gallenblase gelangen, führen zur Entzündung in der Gallenblase.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ähnlich wie bei einer Gallenkolik kommt es plötzlich zu starken Schmerzen im rechten Oberbauch, oft mit Ausstrahlung in die rechte Schulter. Die Schmerzen sind meist von Übelkeit und Erbrechen begleitet.
Im Gegensatz zur Gallenkolik haben die Betroffenen zusätzlich noch Fieber und erhöhte Entzündungswerte im Blut.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Platzt die Gallenblase auf Grund der starken Entzündung, entleert sich das eitrige Sekret in die Bauchhöhle und es droht eine gallige Bauchfellentzündung.

Verhaltenstipps
 - Starke Schmerzen auf Grund einer Gallenkolik oder einer Gallenblasenentzündung sollten von einem Arzt behandelt werden.
 - Bei einer Gallenblasenentzündung wirkt lokale Kühlung schmerzlindernd, zum Beispiel mit in kaltem Wasser gekühlten Tüchern, die auf den rechten Oberbauch gelegt werden.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Eine Bindehautentzündung, die durch Bakterien verursacht wird, ist eine Infektion des Auges, die zur Rötung und fast immer zu eitrigem Ausfluss führt. Normalerweise ist zuerst ein Auge betroffen, nach ein bis zwei Tagen greift die Infektion auf das andere Auge über. Sie kann bei komplikationslosem Verlauf innerhalb von sieben Tagen von selbst ausheilen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Bakterielle Konjunktivitis
 - Konjunktivale Injektion

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Bindehaut ist eine feuchte, glatte, durchsichtige Schleimhautschicht, die ein Gleiten des Augapfels in der Augenhöhle ermöglicht. Sie stellt zusammen mit Lidern und Tränen einen einzigartigen Schutzmechanismus für das Auge dar.
Bakterien verursachen eine Entzündung, auf die die Bindehaut mit vermehrter Füllung der Gefäße reagiert. Zahlreiche Blutgefäßschlingen werden sichtbar, das Auge erscheint rot. Bindehaut und Lider lagern Flüssigkeit ein. Es kommt zu vermehrtem Ausscheiden von Eiweißstoffen und weißen Blutkörperchen, dem Eiter.
Die Erreger können nur durch direkten Kontakt in das Auge gelangen, oft über Finger und Hände, wenn man sich zum Beispiel die Augen reibt. In vielen Fällen sind zu alte Kontaktlinsenpflegemittel, Kosmetika und angebrochene Augentropfflaschen die Bakterienquellen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erstes Anzeichen einer bakteriellen Bindehautentzündung ist fast immer die Rötung des Auges und der Lidinnenseiten. Dazu kommt eine vermehrte Flüssigkeitsabsonderung, die bei bakteriellen Infektionen meist schleimig, oft auch eitrig ist. Vor allem über Nacht führt das zur Krustenbildung und einem "Verkleben" der Augenlider. Die Bindehaut und die Lider schwellen an, meist kommt ein Druck- oder Fremdkörpergefühl dazu. Die Augen brennen oder jucken. Schmerzen und Sehstörungen sind dagegen eher selten.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im einfachsten Fall kann eine bakterielle Bindehautentzündung innerhalb einer Woche von alleine ausheilen. Eine passende Therapie mit Antibiotika durch den Arzt verkürzt die Zeit und kann auch ein Übergreifen auf andere Teile des Auges verhindern. Wenn die Hornhaut in Mitleidenschaft gezogen wird (Keratokonjunktivitis) macht sich das oft durch Schmerzen und erhöhte Lichtempfindlichkeit bemerkbar.
Es kann vorkommen, dass der Tränenkanal verstopft und die Erreger nicht ausgeschwemmt werden können. Dadurch bleibt die Entzündung weiter bestehen. Der Arzt wird den Kanal dann wieder frei spülen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Gerade das "rote Auge" kann Hinweis auf eine Vielzahl verschiedener Augenerkrankungen sein, wie eine nichtinfektiöse Bindehautentzündung, eine Hornhautverletzung oder einen akuten Glaukomanfall (Grüner Star). Auch Infektionen anderer Augenteile oder tieferer Schichten, sowie Infektionen durch andere Erreger (Viren oder Chlamydien, eine Gattung sehr kleiner, ganz spezieller Bakterien) kommen in Frage. Für eine exakte Diagnose muss ein Arzt zugezogen werden, damit eine optimale Therapie durchgeführt werden kann.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Zum Entfernen und Lösen von Eiter und Schorf nur klares Wasser und Einwegtaschentücher oder Kompressen verwenden.
 - Unbedingt ein Reiben der Augen vermeiden, da sonst sehr schnell Erreger von einem ins andere Auge gelangen.
 - Wichtig ist die Hygiene (z.B. eigene Handtücher, Hände öfter waschen) für alle Kontaktpersonen.
 - Als angenehm werden oft kühlende Pads empfunden, die man auflegt.
 - Auf alle Fälle sollten keine Kontaktlinsen getragen werden, bis die Entzündung ausgeheilt ist.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Eine Bindehautentzündung, die durch Bakterien verursacht wird, ist eine Infektion des Auges, die zur Rötung und fast immer zu eitrigem Ausfluss führt. Normalerweise ist zuerst ein Auge betroffen, nach ein bis zwei Tagen greift die Infektion auf das andere Auge über. Sie kann bei komplikationslosem Verlauf innerhalb von sieben Tagen von selbst ausheilen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Bakterielle Konjunktivitis
 - Konjunktivale Injektion

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Bindehaut ist eine feuchte, glatte, durchsichtige Schleimhautschicht, die ein Gleiten des Augapfels in der Augenhöhle ermöglicht. Sie stellt zusammen mit Lidern und Tränen einen einzigartigen Schutzmechanismus für das Auge dar.
Bakterien verursachen eine Entzündung, auf die die Bindehaut mit vermehrter Füllung der Gefäße reagiert. Zahlreiche Blutgefäßschlingen werden sichtbar, das Auge erscheint rot. Bindehaut und Lider lagern Flüssigkeit ein. Es kommt zu vermehrtem Ausscheiden von Eiweißstoffen und weißen Blutkörperchen, dem Eiter.
Die Erreger können nur durch direkten Kontakt in das Auge gelangen, oft über Finger und Hände, wenn man sich zum Beispiel die Augen reibt. In vielen Fällen sind zu alte Kontaktlinsenpflegemittel, Kosmetika und angebrochene Augentropfflaschen die Bakterienquellen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erstes Anzeichen einer bakteriellen Bindehautentzündung ist fast immer die Rötung des Auges und der Lidinnenseiten. Dazu kommt eine vermehrte Flüssigkeitsabsonderung, die bei bakteriellen Infektionen meist schleimig, oft auch eitrig ist. Vor allem über Nacht führt das zur Krustenbildung und einem "Verkleben" der Augenlider. Die Bindehaut und die Lider schwellen an, meist kommt ein Druck- oder Fremdkörpergefühl dazu. Die Augen brennen oder jucken. Schmerzen und Sehstörungen sind dagegen eher selten.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im einfachsten Fall kann eine bakterielle Bindehautentzündung innerhalb einer Woche von alleine ausheilen. Eine passende Therapie mit Antibiotika durch den Arzt verkürzt die Zeit und kann auch ein Übergreifen auf andere Teile des Auges verhindern. Wenn die Hornhaut in Mitleidenschaft gezogen wird (Keratokonjunktivitis) macht sich das oft durch Schmerzen und erhöhte Lichtempfindlichkeit bemerkbar.
Es kann vorkommen, dass der Tränenkanal verstopft und die Erreger nicht ausgeschwemmt werden können. Dadurch bleibt die Entzündung weiter bestehen. Der Arzt wird den Kanal dann wieder frei spülen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Gerade das "rote Auge" kann Hinweis auf eine Vielzahl verschiedener Augenerkrankungen sein, wie eine nichtinfektiöse Bindehautentzündung, eine Hornhautverletzung oder einen akuten Glaukomanfall (Grüner Star). Auch Infektionen anderer Augenteile oder tieferer Schichten, sowie Infektionen durch andere Erreger (Viren oder Chlamydien, eine Gattung sehr kleiner, ganz spezieller Bakterien) kommen in Frage. Für eine exakte Diagnose muss ein Arzt zugezogen werden, damit eine optimale Therapie durchgeführt werden kann.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Zum Entfernen und Lösen von Eiter und Schorf nur klares Wasser und Einwegtaschentücher oder Kompressen verwenden.
 - Unbedingt ein Reiben der Augen vermeiden, da sonst sehr schnell Erreger von einem ins andere Auge gelangen.
 - Wichtig ist die Hygiene (z.B. eigene Handtücher, Hände öfter waschen) für alle Kontaktpersonen.
 - Als angenehm werden oft kühlende Pads empfunden, die man auflegt.
 - Auf alle Fälle sollten keine Kontaktlinsen getragen werden, bis die Entzündung ausgeheilt ist.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Das Trachom bezeichnet eine hoch ansteckende bakterielle Erkrankung der Binde- und Hornhaut des Auges. Sie kommt in tropischen und subtropischen Ländern mit schlechten hygienischen Standards vor und ist dort immer noch die häufigste Ursache für Erblindung. In Europa ist die Erkrankung inzwischen meldepflichtig.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Ägyptische Körnerkrankheit
 - Conjunctivitis (granulosa) trachomatosa
 - Trachomatöse Einschlusskörperchenkonjunktivitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Der bakterielle Erreger "Chlamydia trachomatis" wird durch direkten Kontakt übertragen, er gelangt zum Beispiel über die Hände von einem Auge in das nächste. Auch gemeinsam benutzte verschmutzte Gegenstände wie Handtücher, Kleidung und Bettwäsche können die Erreger transportieren. Gerade in tropischen Ländern ist eine Infektion durch Fliegen und Insekten möglich, die sich in die Lidwinkel setzen und den Erreger von einem Menschen zum nächsten tragen. Häufig erkranken bereits kleine Kinder, da diese am meisten unter Mangelernährung und geschwächtem Immunsystem leiden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Nach der Ansteckung dauert es etwa 5-7 Tage bis die ersten Krankheitszeichen auftreten. Das Trachom beginnt wie eine unspezifische Bindehautentzündung meist auf beiden Seiten mit Schwellung und Ausscheidung von Flüssigkeit. Eventuell sind die Augen gerötet, sie können jucken, brennen oder tränen.
Nach weiteren 7-10 Tagen tritt an der Bindehaut des oberen Lids eine grobkörnige Gewebsveränderung auf. Die "Körner" sind weißlich gefüllte Bläschen, voll mit Abwehrzellen (Lymphozyten). Diese Bläschen werden Follikel genannt. Sie vergrößern sich bis sie schließlich aufplatzen. Dabei scheiden sie wieder ansteckendes Sekret aus.
Auf der Hornhaut entsteht eine sulzige Trübung, ebenfalls mit Follikeln, der "Pannus".

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Unbehandelt entstehen aus den geplatzten Follikeln Narben und die Lidinnenseite "schrumpft", bis die Wimpernreihe nach innen gezogen wird. Der Augapfel trocknet aus, gleichzeitig scheuern die Wimpern auf der Hornhaut und es kommt zu Verletzungen und Geschwüren. Gleichzeitig wächst am Auge selber, auf der Hornhaut, von oben her eine Gewebsschicht nach, die versucht die Schäden abzudecken. Diese Schicht ist jedoch trüb und von Gefäßen durchzogen. Sie legt sich quasi wie ein Schleier über das Auge, mit der Folge, dass es langsam erblindet. Von außen betrachtet, erscheint die Hornhaut porzellanweiß.
Zu Beginn lässt sich das Trachom gut mit Antibiotika behandeln und es bleiben keine Schäden. Wenn allerdings das Narbenstadium erreicht ist, kann nur noch ein chirurgischer Eingriff helfen.
Eine frühestmögliche ärztliche Behandlung wäre notwendig, sie ist in den meisten Entwicklungsländern jedoch nicht gegeben.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Gerade zu Beginn lässt sich das Trachom nicht von einer Bindehautentzündung mit anderer Ursache (Bakterien, Viren, Allergie) unterscheiden:
Dem Trachom verwandt ist die Einschlusskörperchenkonjunktivitis, die durch eine andere Untergruppe der Chlamydien ausgelöst wird. Diese Bindehautentzündung, die auch in Europa vorkommt, beginnt genauso wie das Trachom, heilt jedoch ohne Narbenbildung und Erblindung aus. Die Erreger siedeln sich in erster Linie in den Geschlechtsorganen an, werden deshalb vor allem durch Geschlechtsverkehr übertragen. Über die Hände können sie in die Augen gelangen.
Die Conjunctivitis vernalis, der so genannte Frühjahrskatarrh, bildet ebenfalls Gewebswucherungen auf der Hornhaut aus. Sie lassen sich in ihrer Struktur aber deutlich unterscheiden. Eine schnelle und gezielte Behandlung ist sehr wichtig. Deshalb ist es ratsam bei allgemeinen und unklaren Symptomen wie "rote Augen", Lichtscheu, Brennen usw. einen Arzt aufzusuchen, wenn die Beschwerden länger als 2-3 Tage anhalten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Wer in tropische Länder reist, sollte auf den Hygienestatus in Hotels und auch unterwegs achten. Niemals Handtücher oder andere Artikel benutzen, die gebraucht sind oder so aussehen.
 - Desinfektionsmittel einsetzen, wo es möglich ist.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangabe:
Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Zecken übertragen wird. Sie verläuft in mehreren Stadien und kann fast alle Organe betreffen, besonders jedoch die Haut, das Nervensystem, Gelenke, Herzmuskel und Auge.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Borrelia-burgdorferi-Infektion
 - Erythema-migrans-Krankheit
 - Garin-Bujadoux-Bannwarth-Syndrom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Der Erreger der Erkrankung - das Schraubenbakterium Borrelia burgdorferi - wird durch Zecken übertragen. Deshalb kommt die Erkrankung hauptsächlich in wald- und damit zeckenreichen Gegenden vor. Neuinfektionen treten auf Grund der Lebensweise von Zecken vor allem in der warmen Jahreszeit auf. Nicht jeder Stich der infizierten Tiere führt zu einer Ansteckung.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Innerhalb von drei Tagen bis drei Wochen nach der Infektion bildet sich an der Stelle des Zeckenstichs eine ringförmige Hautrötung, die sich ausbreitet (Wanderröte). Das betroffene Hautgebiet kann schmerzen oder überempfindlich reagieren.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Ein bis vier Monate später klagen die Patienten über Kopf-Nacken-Schmerzen; in Folge zeigen sich Nervenentzündungen mit Hirnnervenausfällen. Auch das Herz kann in Form von Rhythmusstörungen beteiligt sein. Betroffene leiden unter Müdigkeit und einem deutlichen Krankheitsgefühl. Weitere fünf bis sechs Monate später tritt das chronische Krankheitsbild in Erscheinung, das durch rotbläulich verfärbte Hautgebiete und Gelenkbeschwerden gekennzeichnet ist. Zudem lassen sich Symptome einer Gehirn-oder Hirnhautentzündung beobachten. Ein Arzt sollte in jedem Fall und so früh als möglich aufgesucht werden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Das Erscheinungsbild und der Verlauf der Lyme-Borreliose ähnelt dem der Syphilis (Lues). Auch die ebenfalls durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führt zu ähnlichen Symptomen wie die Lyme-Krankheit.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Beim Durchstreifen von Wäldern sollte darauf geachtet werden, dass die Unterschenkel bedeckt sind. Dies verhindert den direkten Hautkontakt mit erregerübertragenden Zecken, die im bodennahen Gebüsch leben.
 - Für Wanderer sind Mittel zur Abwehr blutsaugender Parasiten (so genannte Repellents) zu empfehlen.
 - Nach längeren Aufenthalten im Wald ist eine sorgfältige Untersuchung des ganzen Körpers sinnvoll, besonders im Bereich der Achseln, der Leistengegend und der Brust.
 - Vorhandene Zecken sollten baldmöglichst mit einer Zeckenzange herausgezogen werden, ohne das Tier zu quetschen. Anschließend ist die Wunde gründlich zu desinfizieren.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Lungenentzündung, ausgelöst durch Erreger, welche durch Kot- und Federstaub von Vögeln übertragen werden.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Papageienkrankheit
 - Vogelzüchterlunge
 - Psittakose


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Betroffen sind in aller Regel Menschen, die häufig engen Kontakt mit Vögeln haben, z.B. Vogelzüchter. Diese atmen den erregerhaltigen Kot- und Federstaub der Vögel ein. Die darin enthaltenen Bakterien gelangen in die Lunge und führen dort zu einer Entzündung.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Oft beginnt die Erkrankung mit grippalen Beschwerden. Die Betroffenen beklagen Fieber mit Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Schnupfen.
In schweren Fällen entwickelt sich eine Pneumonie (Lungenentzündung) mit hohem Fieber und trockenem Husten.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Mit medikamentöser Therapie heilt die Erkrankung in aller Regel folgenlos aus.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Eine Erkältung, aber auch die echte Grippe führt zu ähnlichen Symptomen. Bei hohem Fieber und Husten sollte eine Lungenentzündung ausgeschlossen werden. Diese kann durch verschiedene Erreger, meist Bakterien, verursacht sein.


Verhaltenstipps
Vogelzüchter sollten bei grippalen Beschwerden frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Bearbeitungsstand: 30.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Infektion mit bestimmten Bakterien, sogenannte Rickettsien, welche von Läusen, Milben, Zecken oder Flöhen übertragen werden.



Wie wird es noch genannt? Andere Bezeichnungen
 - Läusefieber
 - Faulfieber
 - Flecktyphus
 - Hungertyphus
 - Kriegstyphus
 - Rickettsiose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Durch einen Stich von infizierten Tieren wird der Erreger übertragen. Die verantwortlichen Bakterien gehören zur Gruppe der Rickettsien. Sie verteilen sich im ganzen Körper und vermehren sich in den kleinen Blutgefäßen.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Typisch sind Juckreiz und Hautverfärbung an der Einstichstelle. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu hohem Fieber mit Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und bei Befall des Gehirns zu Bewusstseinsstörungen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Krankheit tritt vorwiegend in tropischen und subtropischen Ländern auf. Aufgrund des guten Hygienestandards spielt sie bei uns keine Rolle. Mit einer entsprechenden medikamentösen Therapie heilt die Erkrankung vollständig aus.
Fleckfieber ist in Kriegszeiten ein großes Problem, da es sich unter schlechten hygienischen Zuständen rasch ausbreiten kann. Das wurde auch Frankreich und Deutschland bei den Russlandfeldzügen zum Verhängnis. Die bittere Kälte zwang die Soldaten, ihre Kleidung immer zu tragen, ohne sie zu wechseln oder zu waschen. Oft wurde Kleidung von Gefallenen benutzt, um sich warm zu halten. Die mit Fleckfieber infizierten Kleiderläuse konnten sich bestens vermehren und verbreiten. Viele Soldaten starben deshalb an Fleckfieber, welches deshalb früher auch Kriegs- oder Hungertyphus genannt wurde.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Verschiedenste Erreger können die ersten, allgemeinen Symptome des Fleckfiebers, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auslösen. Welche Erkrankung vorliegt muss vom Arzt abgeklärt werden. Besonders nach Reisen ist auch an andere Tropenerkrankungen zu denken.


Verhaltenstipps
 - Die erste Vorbeugung gegen das Fleckfieber sind allgemeine Hygienemaßnahmen. Vor allem die Reinigung der Kleider und der befallenen Umgebung.


Bearbeitungsstand: 30.07.2012

Quellenangabe:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Durch Rattenflöhe übertragene bakterielle Erkrankung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Schwarzer Tod

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Erreger vermehren sich in Flöhen, welche besonders Ratten und Nagetiere befallen. Beißt der Floh einen Menschen, so kann der Erreger auf diesen übertragen werden.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Pest gibt es in verschiedenen Formen. Am häufigsten ist die Beulenpest. Innerhalb weniger Stunden bis zu 7 Tagen nach der Ansteckung kommt es zu grippeähnlichen Symptomen und Bewusstseinsstörungen. Typisch sind die starken Schwellungen der Lymphknoten im Bereich der Einstichstelle. Sie können bis zu 10cm groß werden und sind aufgrund innerer Blutungen blau-schwarz gefärbt. Daher der Name "schwarzer Tod".
Werden die Pestbakterien eingeatmet kann sich die Lungenpest entwickeln. Die Betroffenen leiden an starkem Husten und Fieber.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Gelangen die Pestbakterien über Wunden oder nach innen aufbrechende Pestbeulen in die Blutbahn, kann sich eine Pestsepsis entwickeln, indem sich die Erreger über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen. Es kommt zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, im weiteren Verlauf zu Haut- oder Organblutungen. Werden die Betroffenen nicht rasch behandelt, versterben sie innerhalb weniger Stunden. Dank antibiotischer Behandlung sind Todesfälle heute aber sehr selten.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Lungenpest zeigt ähnliche Symptome wie die einer Pneumonie (Lungenentzündung). Lymphknotenschwellungen kann es auch im Rahmen anderer entzündlicher Erkrankungen geben.


Verhaltenstipps
 - Dank verbesserter Hygienemaßnahmen hat die Pest in der westlichen Welt nur noch medizinhistorische Bedeutung, die Erkrankung gilt bei uns seit langem als ausgerottet.
 - Im 14 Jahrhundert aber fielen der Pest innerhalb weniger Jahre fast 25 Millionen Menschen zum Opfer - ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung.


Bearbeitungsstand: 30.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei der Akne handelt es sich um eine hormonabhängige Hautkrankheit, die in der Pubertät bzw. im frühen Erwachsenenalter auftritt und in unterschiedlich starker Ausprägung fast jeden Menschen betrifft. Jungen erkranken oft schwerer als Mädchen. Es bilden sich Mitesser, aus denen entzündliche Hautveränderungen entstehen. Besonders betroffen sind talgdrüsenreiche Regionen wie Gesicht, Nacken, Brust und Rücken.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Acne vulgaris

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Unter dem Einfluss der Geschlechtshormone kommt es in der Pubertät zu einer Vergrößerung der Talgdrüsen und einer verstärkten Talgproduktion, wobei die Empfindlichkeit der Drüsen auf die Hormone je nach Veranlagung des Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Die entstehende ölige Hautbeschaffenheit wird als Seborrhoe bezeichnet. Die Hautoberfläche verhornt durch vermehrte Bildung und gleichzeitig geringere Abstoßung von Hornzellen stärker und der gebildete Talg kann schlechter abfließen. Es entstehen offene und geschlossene Mitesser ("Komedonen"), wobei sich die offenen Komedonen aus den geschlossenen entwickeln.
Bestimmte in der Haut vorhandene Bakterien ("Propionibakterien") finden in den Komedonen ideale Lebensbedingungen vor. Sie vermehren sich und produzieren Stoffe, die stark entzündungsfördernd wirken. So können aus den Mitessern stark entzündete Pusteln, bei denen auch das umgebende Gewebe betroffen ist entstehen.
Starke Akne tritt oft familiär gehäuft auf. Vererbt werden die Neigung zur Seborrhoe und die Beschaffenheit der Talgdrüsen, nicht jedoch die Akne selbst.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Haut erscheint besonders in den talgdrüsenreichen Regionen von Gesicht, Nacken, Brust und Rücken fettig-glänzend. Ansonsten biete sich das allseits bekannte gemischte Bild von offen und geschlossenen Mitessern, entzündeten Pickeln und Narben.
Bei den offenen (schwarzen) Komedonen ist im Zentrum ein schwarzer Propf aus verhornten Zellen und Fett zu erkennen. Die schwarze Färbung entsteht durch Schmutz und den Hautfarbstoff Melanin. Die geschlossenen (weißen) Komedonen erscheinen als weißliche Knötchen ("Papel"). Hier schimmert der angesammelte Talg durch die geschlossene Hautoberfläche. Offene und geschlossene Komedonen treten zumeist parallel auf.
Geschlossene Komedonen neigen stärker zur Entzündung und Vereiterung. Es bilden sich entzündete Pusteln, die beim Abheilen meist unauffällige Narben hinterlassen.
Bei schweren Verlaufsformen können ausgedehnte Abszesse (Eitergeschwüre) mit teilweise auffälliger Narbenbildung auftreten. So entsteht ein pockennarbiges Hautbild, das auch auf Brust und Rücken ausgedehnt sein kann.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Je nach Schwere der Erkrankung werden drei Akneformen unterschieden:
 - Zuerst entwickelt sich die so genannte "Acne comedonica" mit Seborrhoe und Mitesserbildung vorwiegend an Stirn, Nase und Kinn. Dieses Stadium kann lange Zeit andauern.
 - Durch Entzündung und Pustelbildung entsteht daraus die "Acne papulopustulosa" . Sie heilt häufig nach einigen Jahren spontan ab. Die zurückbleibenden Narben sind meist wenig auffällig.
 - Bei schwerem Verlauf entwickelt sich die "Acne conglobata". Es treten starke Entzündungen und ausgedehnte Abszesse auf. Oft sind auch Brust und Rücken betroffen. Die Narben bleiben sehr auffällig und erinnern stark an Pockennarben. Diese schwerste Akneform betrifft häufiger junge Männer.
Je früher der Beginn der Akne, desto schwerer ist oft der Verlauf. Durch konsequente Behandlung kann der Krankheitsverlauf gemildert und verkürzt werden. Gerade bei schwereren Verlaufsformen sollte auf jeden Fall der Hautarzt aufgesucht werden.
Meist klingt die Akne Anfang des dritten Lebensjahrzehnts spontan ab.
Zu Komplikationen kann es durch eine zusätzliche Infektion mit Staphylokokken, einer Bakterienart welche die Bildung von eitrigen Entzündungen hervorruft, kommen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
 - Eine "Acne cosmetica" entsteht durch zu fette oder komedogene Kosmetika (Kosmetika, die Mitesser verursachen können).
 - "Acne excorie22e des jeunes filles" : Vor allem bei Mädchen und jungen Frauen wird eine milde Akne durch zwanghaftes Manipulieren massiv verschlimmert.
 - "Acne tropica": Im sehr intensiven Krankheitsverlauf kommt es immer wieder zu einer Infektion mit bestimmten Keimen ("Staphylokokken"), die durch starkes Schwitzen gefördert wird.
 - Eine "Neugeborenenakne" tritt durch Überempfindlichkeit auf mütterliche Hormone auf und heilt spontan ab.
 - Die "Medikamentenakne" wird durch bestimmte Medikamente (z.B. hochdosiertes Cortison) ausgelöst.
 - "Kontaktakne": Diese Form entsteht durch Kontakt mit bestimmten Substanzen wie z.B. Öl, Teer, Pech und ist oft berufsbedingt.
 - Die "Mallorca-Akne" entsteht durch Sonneneinstrahlung.
 - Die "Acne fulminans" tritt fast nur bei Jungen in der Pubertät auf. Es kommt zu einem sehr schweren Krankheitsbild mit Fieber und starken Entzündungen besonders am Rumpf.
 - Rosazea ist eine entzündliche Hauterkrankung mit einem akneähnlichen Erscheinungsbild, die meist in der zweiten Lebenshälfte auftritt.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Gründliche Reinigung mit seifenfreien Syndets und alkoholischen Lösungen.
 - Verwendung von speziellen, wenig fetthaltigen oder fettfreien Kosmetika.
 - Ein Kamillendampfbad öffnet die Poren, fördert die Durchblutung und wirkt entzündungshemmend. Dazu eine Handvoll Kamillenblüten mit etwa 3 Litern heißem Wasser übergießen, 10 min bedeckt ziehen lassen und dann das Gesicht etwa 10 min über den Dampf halten.
 - Eine Gesichtsmaske aus Heilerde reinigt und beruhigt. Dazu werden drei Esslöffel Heilerde mit warmem Wasser angerührt und im Gesicht aufgetragen. Nach etwa 15 min mit warmem Wasser abwaschen.
 - Das Einhalten einer speziellen Diät hat keinen Effekt auf die Akneerkrankung und belastet den Patienten nur zusätzlich. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist jedoch sicherlich günstig.
 - Durch regelmäßige Behandlung kann der Verlauf deutlich abgeschwächt und verkürzt werden. Es ist sinnvoll, den Hautarzt zu Rate zu ziehen. Wichtig ist, die Therapie (lokal und/oder Einnahme von Medikamenten) konsequent durchzuführen.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangabe:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei der Rosacea handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut. Sie tritt bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auf und kommt häufig vor. Frauen sind etwas öfter betroffen als Männer, bei Männern ist der Verlauf jedoch meist intensiver. Zunächst erscheint eine charakteristische Rötung der Gesichtshaut, die von Gefäßerweiterungen begleitet ist; mit fortschreitender Erkrankung entstehen stärkere Entzündungen und Pusteln.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Akne rosacea
 - Kupferfinne
 - Kupferrose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursachen der Rosacea sind nicht bekannt. Sie tritt jedoch häufiger auf bei Menschen mit Alkoholproblemen, Störungen des Magen-Darm-Trakts und bei Personen, die Wind und Wetter stark ausgesetzt sind. Der Verlauf ist schubartig. Verschlechterungen entstehen häufig nach exzessivem Alkoholgenuß oder unter dem Einfluß großer Kälte. Man hat festgestellt, daß die Blutgefäße übermäßig stark auf äußere Einflüsse reagieren. Auch Gewürze, Hitze oder starke Sonneneinstrahlung können einen Krankheitsschub provozieren.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Von der Rosacea ist vor allem die Gesichtsmitte betroffen, d.h. befallen werden Wangen, Nase, Stirn und Kinn, sehr selten auch Dekollete und seitliche Halspartien. Schmale Bereiche rund um Mund und Augen bleiben frei.
Auffällig ist die starke Rötung der Gesichtshaut, die anfänglich verschwindet und im weiteren Verlauf bestehen bleibt. Das Hautbild wird zunehmend ungleichmäßiger und grober, es kommt immer wieder zu Entzündungen und Pustelbildung.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Verlauf der Krankheit ist chronisch und schubartig. Die Rosacea ist harmlos, aber für den Patienten belastend. Sie heilt meist nicht spontan ab, aber oft gehen die Symptome zwischenzeitlich zurück. Behandelt wird mit Antibiotika.
Zu Beginn treten vorübergehende Hautrötungen auf, die nach und nach länger bestehen bleiben. Zusätzlich kommt es zu bleibenden Erweiterungen kleiner Hautgefäße, die dem Gesicht die typische dunkelrote Farbe geben. Über längere Zeit entwickeln sich knötchenartige Verdichtungen und entzündliche Pusteln. Die Entzündungen heilen ohne Narbenbildung ab.
Im weiteren Verlauf treten die akuten entzündlichen Phasen immer häufiger auf und die Erkrankung kann sich über das Gesicht hinaus ausbreiten. Die Haut im Wangen- und Nasenbereich wirkt höckerig und aufgetrieben. Als Maximalform entsteht ein Rhinophym. Dabei kommt es zu einem massiven Wachstum der Talgdrüsen, welches zu einer manchmal bizarren Vergrößerung der Nase führt. Hiervon sind fast ausschließlich Männer betroffen.
In seltenen Fällen kommt es zu einer Beteiligung der Augen mit Bindehaut- oder Hornhautentzündung, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Sie ist unabhängig von der Schwere der Rosacea.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
 - Akne vulgaris tritt bevorzugt bei jüngeren Patienten auf. Im Unterschied zur Rosacea fehlt die charakteristische Rotfärbung der Haut. Außerdem sind Komedonen, die bei der Rosacea nicht vorkommen, typische Hautveränderungen bei Akne vulgaris.
 - Eine Steroidakne kann kurze Zeit nach hochdosierten Kortisongaben entstehen.
 - Die periorale Dermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die meist Frauen jüngeren und mittleren Alters betrifft.
 - Bei der Dermodikose werden die Talgdrüsen von Milben befallen und können sich dadurch entzünden. Sie tritt meist bei Frauen auf.
 - Eine Steroidrosacea entsteht durch eine lokalen Behandlung der Rosacea mit Kortikoiden. Dabei kommt es zu einer Verstärkung der Symptome während der Behandlung und kurzfristig zu einer weiteren Verschlechterung nach Absetzen des Kortisonpräparats. Eine konsequent kortisonfreie Therapie ist daher sehr wichtig.
Eine exakte Diagnose kann nur der Hautarzt stellen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Das Gesicht sollte mit milder Seife oder seifenfreien Syndets gereinigt werden. Jede Reizung muß vermieden werden, deshalb sollte man z.B. auf alkoholisches Gesichtswasser besser verzichten.
 - Eine spezielle Diät gibt es nicht. Heiße Getränke, scharfe Gewürze und Alkohol können jedoch die Rosacea provozieren.
 - Sonnenlicht kann ebenfalls zu einem Fortschreiten der Erkrankung führen. Daher sollte die Sonne möglichst gemieden und in jedem Fall ein guter Sonnenschutz verwendet werden.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt: Allgemeine Empfehlung - Behandlungsbeginn (der 1. Tag der Therapie): Allgemeine Empfehlung - Folgebehandlung: Patienten über 70 kg Körpergewicht (für die gesamte Behandlungsdauer): Bei schweren Formen der Erkrankung, Gonorrhoe und Lyme-Borreliose: Bei Syphilis: Bei Hauterkrankungen sowie schweren Formen der Akne und Rosacea - Behandlungsbeginn (7-21 Tage): Bei Hauterkrankungen sowie schweren Formen der Akne und Rosacea: Für die Folgebehandlung sollte in der Regel auf Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt umgestellt werden Es empfiehlt sich das Arzneimittel während einer Mahlzeit oder kleinen Zwischenmahlzeit einzunehmen.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene (50-70 kg Körpergewicht)2 Tabletten2 Tabletten pro Tagzu der Mahlzeit
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene (50-70 kg Körpergewicht)1 Tablette1 Tablette pro Tagzu der Mahlzeit, vorzugsweise zum Frühstück
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene2 Tabletten2 Tabletten pro Tagzu der Mahlzeit, vorzugsweise zum Frühstück
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene2 Tabletten2 Tabletten pro Tagzu der Mahlzeit, vorzugsweise zum Frühstück
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene3 Tabletten3 Tabletten pro Tagzu der Mahlzeit, vorzugsweise zum Frühstück
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene1 Tablette1 Tablette pro Tagzu der Mahlzeit, vorzugsweise zum Frühstück
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Oder: Trinken Sie das Arzneimittel nach Auflösen bzw. nach Zerfallenlassen in Wasser (z.B. ein Glas).

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 5-21 Tage, bei Streptokokkeninfektion mindestens 10 Tage.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Sodbrennen, Magendruck, Erbrechen und Durchfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 104,05 mg Doxycyclin-1-Wasser
entspricht 100 mg Doxycyclin
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Magnesium stearat (pflanzlich)
Hilfstoff + Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
Hilfstoff + Povidon K25
Hilfstoff + Rizinusöl, hydriertes
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
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*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist.