ADARTREL 0,5 mg Filmtabletten

Art.Nr.:
04173341
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84 St Filmtabletten
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Rezeptpflichtig
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GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
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nein
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift im Gehirn an speziellen Bindungsstellen des Botenstoffs Dopamin an. Dadurch wird die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachgeahmt. Wenn zu wenig Dopamin im Gehirn vorhanden ist, kommt es zu einem Ungleichgewicht mit anderen Botenstoffen im Gehirn. Die durch dieses Ungleichgewicht ausgelösten Symptome können durch Verstärkung der Dopaminwirkung gemildert werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Herzerkrankungen, wie z.B.:
 - Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Psychose, auch in der Vorgeschichte
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Bauchschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit
- Delirium (Verwirrtheit)
- Nervosität
- Niedriger Blutdruck
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine)
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder eine zwanghaft gesteigerte Sexualität auftreten.


Was ist das? - Definition
Sensibilitätsstörungen im Bereich der Beine, verbunden mit einem unwillkürlichen Bewegungsdrang der Beine.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - RLS

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Ungefähr 5% der Bevölkerung leiden an einem Restless-legs-Syndrom.
Es kommt vereinzelt bei hyperaktiven Kindern vor, die Häufigkeit steigt mit dem Alter an, Frauen über 70 Jahre sind am häufigsten betroffen.
Die genaue Ursache ist unbekannt. Man vermutet eine Störung im zentralen Nervensystem, d.h. im Gehirn und Rückenmark.
Meist wurde die Erkrankung vererbt. Doch "unruhige Beine" können unter anderem auch in der Schwangerschaft, bei Erkrankungen der Nerven, oder einer chronischen Nierenschwäche vorkommen.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Betroffenen beklagen einen ausgeprägten Bewegungsdrang der Beine, verbunden mit brennenden oder dumpf-bohrenden Gefühlsstörungen im Bereich der Beine.
Besonders ausgeprägt sind die Beschwerden in Ruhe. Infolge dessen treten nicht selten Schlafstörungen mit starker Tagesmüdigkeit auf. Bei Beschäftigung oder Ablenkung verschwinden die Symptome meist. Deshalb wandern die Betroffenen nachts durch die Wohnung, sehen fern oder beschäftigen sich anderweitig.
In schweren Fällen sind die Betroffenen fast immer in Bewegung. Sie gehen umher, wippen mit den Füßen oder ähnliches, um die Reizerscheinungen zu unterdrücken.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Symptomatik ist stark schwankend. Eindrucksvoll ist es zu beobachten, wie die Beschwerden mit Besserung der zugrunde liegenden Ursache, z.B. mit Ende der Schwangerschaft innerhalb weniger Tage vollständig verschwinden.
Ist die zugrunde liegende Ursache allerdings unbekannt, lassen sich die Beschwerden nur durch eine medikamentöse Therapie mildern.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei einer Polyneuropathie treten Sensibilitätsstörungen ohne Bewegungsdrang auf.
Als Nebenwirkung mancher Medikamente kann man eine generelle Bewegungsunruhe beobachten. Die Betroffenen können nicht stillsitzen, verlagern ständig das Gewicht von einem Bein auf das andere oder treten auf der Stelle.


Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei Schlafstörungen, verbunden mit einer Unruhe in den Beinen, sollte man zum Ausschluss eines Restless-legs-Syndrom einen Arzt konsultieren.


Bearbeitungsstand: 26.07.2012

Quellenangabe:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet. Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt. Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Anwendungshinweise
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Erbrechen, Schwindel und Schläfrigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 0,57 mg Ropinirol hydrochlorid
entspricht 0,5 mg Ropinirol
Hilfstoff + Lactose-1-Wasser
entspricht 45 mg Lactose
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Croscarmellose natrium
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Macrogol 400
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
Hilfstoff + Eisen(III)-oxid
Hilfstoff + Indigodisulfonsäure, Aluminiumsalz
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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